Stuttgarter Gartenmöbel-Projekt mit bundesweiter Wirkung
Wie eine Initiative der Greenpeace-Gruppe Stuttgart dazu führte,
dass Gartenmöbel-Anbieter in ganz Deutschland auf urwaldfreundliche
Produkte umstellten.
| Hintergrund |
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Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart hat im Jahr 2002 ein Gartenmöbel-Projekt
begonnen, um auf den Zusammenhang zwischen Gartenmöbeln und
Urwald-Zerstörung aufmerksam zu machen. Seitdem haben wir jedes
Frühjahr das Angebot von Gartenmöbel-Anbietern im Raum
Stuttgart überprüft, um urwaldfreundliche Produkte zu
fördern und Möbel aus Raubbau-Holz anzuprangern. Die Ergebnisse
dieser Recherchen finden Sie in unseren Gartenmöbel-Vergleichen.
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| Butlers-Kampagne |
| Für die Proteste bei "Butlers" bereiteten wir
für die anderen Gruppen verschiedene Aktionsmaterialien vor,
wie Bannervorlagen, Flugblätter,
Presseerklärungen und Aktionslogos
(siehe rechts). Die bundesweiten Aktivitäten wurden mit Hilfe
eines eigenen E-Mail-Verteilers und eines Kampagnen-Newsletters
koordiniert.
Insgesamt folgten mehr als zwanzig Greenpeace-Gruppen in ganz Deutschland
unserem Aufruf und schlossen sich der von uns vorbereiteten und
koordinierten "Butlers"-Kampagne an!
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© Flierl
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| Beispiel Hannover |
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Am 09.04.2005 machte Greenpeace in Hannover mit interessierten
Bürgern eine ökologische Stadtführung. Unter
anderem wurden Möbel-Geschäfte "besichtigt",
die Gartenmöbel aus Urwald-Raubbau verkaufen - darunter auch
"Butlers".
Der Filialleiter erklärte den Besuchern, er habe auf das Sortiment
keinen Einfluss und verwies an die Unternehmenszentrale in Köln.
Weitere Einzelheiten über diese Aktion finden Sie auf der Homepage
der Greenpeace-Gruppe
Hannover.
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© Henne
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| Beispiel München |
| Am 07.05.2005 kennzeichneten Greenpeace-Aktivisten in München
bei der dortigen "Butlers"-Filiale alle Gartenmöbel
aus Nyatho-Holz. Die Warn-Aufkleber wiesen mit der Aufschrift
"Finger weg! Urwaldzerstörung!" auf das Raubbau-Holz
hin.
Der stellvertretende Filialleiter sagte, dass er auch gegen den
Verkauf solcher Hölzer sei, aber das gesamte Sortiment von
der Zentrale vorgeschrieben bekomme. Mehr über diese Aktion
erfahren Sie auf der Homepage der Greenpeace-Gruppe
München. |
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© Nieschke
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| Beispiel Köln |
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Am 14.05.2005 demonstrierten Greenpeacer in Köln direkt vor
der "Butlers"-Zentrale. Bei der Protest-Aktion
informierten sie Kunden und Passanten über die dubiose Herkunft
des von der Ladenkette verkauften Nyatho-Holzes.
Einige Tage zuvor hatte die "Butlers"-Geschäftsführung
eingelenkt, eine Änderung ihres Sortiments jedoch erst ab Frühjahr
2006 zugesagt. Einen Bericht über die Aktion finden Sie auf
der Homepage der Greenpeace-Gruppe
Köln. |
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© Krautstein
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| Beispiel Stuttgart |
| Am 21.05.2005 besuchten wir in Stuttgart die "Butlers"-Filiale
in der Calwer Straße und übergaben den Verkäuferinnen
ein symbolisches Geschenk, um "Butlers" im Verzicht
auf Raubbau-Holz zu bestärken. Vor dem Geschäft informierten
wir Passanten, dass die Ladenkette ihre Nyatho-Möbel noch "abverkauft",
statt sie auszulisten. mehr...
Die Verkäuferinnen freuten sich sehr über unsere Cupuacu-Pralinen,
die aus einem Regenwald in Brasilien stammen und zeigen, welche
Schätze weitgehend intakte Urwälder zu bieten haben.
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© Hermes
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| Strauss-Kampagne |
| Nach dem Erfolg bei "Butlers" begannen
einige an der Kampagne beteiligte Gruppen mit Aktionen gegen "Strauss
Innovation". Auch diese Lifestyle-Ladenkette hatte unter anderem
Gartenmöbel aus Nyatho-Raubbau-Holz im Sortiment.
Wir Stuttgarter bereiteten für die Proteste bei "Strauss"
ein neues Aktionslogo vor (siehe rechts). Auch andere Aktionsmaterialien
wurden von uns, soweit notwendig, aktualisiert und anderen Gruppen
zur Verfügung gestellt.
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© Flierl
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| Beispiel Hannover |
| Am 21.05.2005 machten Greenpeace-Aktivisten in Hannover
vor der dortigen "Strauss"-Filiale eine Demonstration.
Auf Bannern und Schildern forderten sie: "Keine Gartenmöbel
aus Urwaldzerstörung" und warnten Passanten vor Gartenmöbeln
aus Raubbau-Holz.
Obwohl die Kundgebung von der Stadt genehmigt war, rief die Filialleiterin
die Polizei und erstattete Anzeige wegen angeblichen Hausfriedensbruchs.
Weitere Informationen zur Aktion können Sie auf der Homepage
der Greenpeace-Gruppe
Hannover nachlesen. |
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© Henne
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| Beispiel Stuttgart |
| Am 09.06.2005 übergaben wir in Stuttgart in der "Strauss"-Filiale
ein Protest-Schreiben mit der Forderung, das Gartenmöbel-Sortiment
sofort auf urwaldfreundliche Produkte umzustellen. Außerdem
demonstrierten wir vor dem Geschäft mit einem Banner und verteilten
Flugblätter. mehr...
Der Filialleiter versprach, unseren Brief an die Unternehmenszentrale
von "Strauss" in Langenfeld weiterzuleiten. Zugleich betonte
er aber, dass er auf das Sortiment keinen Einfluss habe. |
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© Hermes
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| Am 23.07.2005 hatten wir eine weitere Protest-Aktion vor der
Stuttgarter "Strauss"-Filiale geplant. Doch am selben
Tag, an dem wir von der Stadt die Genehmigung erhielten und eine
Presseerklärung veröffentlichten, lenkte "Strauss"
ein! Deshalb begnügten wir uns mit einem Informationsstand
und schenkten dem Filialleiter als Symbol für die Schätze
der Urwälder brasilianische Cupuacu-Pralinen. mehr...
Die "Strauss"-Zentrale erklärte sich bereit, mit
Greenpeace über eine Umstellung ihres Gartenmöbel-Sortiments
zu reden. In der Stuttgarter Filiale wurden die Nyatho-Möbel
entfernt und durch Teak-Produkte mit dem FSC-Öko-Siegel ersetzt.
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© Hermes
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| Ergebnis |
| Die Lifestyle-Ladenkette "Butlers" hat sich
gegenüber Greenpeace verpflichtet, ab 2006 in ihren mehr als
vierzig Filialen in Deutschland unzertifizierte Tropenhölzer
aus dem Sortiment zu nehmen und nur noch Gartenmöbel mit dem
FSC-Siegel oder aus unbedenklichen Hölzern zu verkaufen. Wir
werden die Einhaltung dieser Zusage überprüfen und notfalls
wieder bundesweite Proteste gegen Gartenmöbel aus Raubbau-Holz
starten.
Auch die Ladenkette "Strauss Innovation" hat sich
bereit erklärt, in ihren fast neunzig Filialen unzertifizierte
Tropenhölzer aus dem Sortiment zu nehmen. "Strauss"
will demnach künftig ebenfalls nur noch Gartenmöbel mit
dem FSC-Siegel oder aus heimischen Hölzern verkaufen. Auch
die Einhaltung dieser Zusage werden wir überprüfen und
notfalls wieder gegen Gartenmöbel aus Raubbau-Holz protestieren.
Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart gewinnt für ihr Gartenmöbel-Projekt
(und für das Projekt "Rezepte
gegen Überfischung") bei einem internen Wettbewerb
unter den deutschen Greenpeace-Gruppen den Preis für die
beste Öffentlichkeitsarbeit. Das Projekt und seine Erfolge
wurden auch in den Greenpeace-Nachrichten
vorgestellt.
Zwei Jahre später, also 2007, konnte ein weiterer Anbieter
von Gartenmöbeln durch eine ebenfalls von der Greenpeace-Gruppe
Stuttgart vorbereitete und koordinierte bundesweite Kampagne zur
Umstellung seines Sortiments bewegt werden. mehr... |
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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
18.09.2007
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