Stuttgarter Gartenmöbel-Anbieter im Vergleich 2005
| Hintergrund |
|
Gartenmöbel werden häufig aus Tropenholz hergestellt,
weil dieses Holz sehr hart und witterungsbeständig ist. Rund
vier Fünftel des in Deutschland verkauften Tropenholzes wurde
illegal gefällt oder stammt aus Raubbau an den letzten Urwäldern
der Erde. Jedes Jahr wird eine Urwaldfläche von bis zu 150.000
Quadratkilometern zerstört - das entspricht etwa der vierfachen
Größe von Baden-Württemberg!
In Urwäldern leben rund 70 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten.
Diese Artenvielfalt wird vernichtet, wenn der Raubbau an den
letzten Urwäldern nicht aufhört. So könnten Orang-Utans
oder Schimpansen (die nächsten Artverwandten des Menschen)
schon in wenigen Jahren in freier Natur ausgerottet sein.
|
 |
| Gartenmöbel-Recherche |
| Die Ergebnisse unserer Recherchen finden Sie in der folgenden
Tabelle und zum Download unten (PDF-Datei, 104 kB). Grundsätzlich
sollten Sie Tropenholz nur kaufen, wenn es das Öko-Siegel des
Forest Stewardship Council (FSC) trägt (siehe ebenfalls unten).
So genanntes Plantagenholz ist dagegen bedenklich, heimische Hölzer
sind eine urwaldfreundliche Alternative.
Lesen Sie hierzu auch den Greenpeace-Verbraucherführer
"Holz & Papier" (siehe auch Download unten).
|
 |
| Gartenmöbel-Anbieter |
| Gartenmöbel-Anbieter |
unzerti-
fiziertes
Urwaldholz |
FSC im
Sortiment |
Tendenz |
Gesamt-
bewertung |
Anmerkungen |
Butlers
Hirschstr. 28, Stuttgart-Mitte |
ja
|
nein
|
-
|
- -
|
Im Angebot sind
Gartenmöbel aus Buche, Esche, Robinie, Nyatho und "australischem
Teak" (Acacia Mangium).
Das Nyatho-Holz
und das "australische Teak" stammen wahrscheinlich aus Urwald-Raubbau
in Südostasien. |
Dehner
Schwieberdinger Str. 7, Stuttgart-Zuffenhausen |
ja |
ja
|
-
|
0
|
Im Sortiment sind
die Holzarten Bellinga, chinesische Eiche, Eukalyptus, Kiefer, Robinie
und Yellow Balau.
Die Bellinga- und
Eukalyptus-Möbel sind FSC-zertifiziert.
Der Anbieter weiß
nach eigenen Angaben derzeit nicht, woher die chinesische Eiche kommt,
Greenpeace hält Raubbau an sibirischen Urwäldern für
möglich.
Laut dem Unternehmen
stammt das Kiefernholz aus Wirtschaftswäldern in Skandinavien. |
E+H Meyer
Tübinger Str. 10, Stuttgart-Mitte |
nein |
ja |
+
|
+ +
|
Das Sortiment
enthält ausschließlich Gartenmöbel aus FSC-zertifiziertem
Eukalyptus-Holz. |
Habitat
Calwer Str. 39, Stuttgart-Mitte |
ja |
ja |
-
|
-
|
Im Sortiment
sind Buche, Eiche, mongolische Eiche und Teak sowie Einzelstücke
aus Eukalyptus mit FSC-Siegel.
Der Anbieter weiß
nach eigenen Angaben derzeit nicht, woher die mongolische Eiche
kommt, wir halten Raubbau an sibirischen Urwäldern für
möglich.
Laut dem Unternehmen
soll das Teak-Holz aus einer indonesischen Plantage stammen.
|
InNatura
Heilbronner Str. 8, Leinfelden-Echterdingen |
ja |
ja
|
0
|
0
|
Die Gartenmöbel
sind aus Teak- und Yellow Balau-Holz.
Einige Teak-Möbel
sind mit dem FSC-Siegel zertifiziert.
Ansonsten kann der
Anbieter nur zum Teil belegen, dass das Holz aus Plantagen kommen
soll. |
Interio
Rotebühlplatz 23 Stuttgart-Mitte |
nein
|
ja
|
0
|
+ +
|
Die Holz-Gartenmöbel
sind ausschließlich aus FSC-zertifiziertem Eukalyptus-Holz. |
Kölle
Schwieberdinger Str. 230, Stuttgt-Zuffenhausen |
ja |
ja
|
0
|
0
|
Es wird viel Teak-
und Yellow Balau-Holz verkauft, das laut Anbieter aus Plantagen stammen
soll.
Im Sortiment sind
auch FSC-zertifiziertes Bellinga-, Eukalyptus- und Robinien-Holz
(Rotimber). |
Möbelum
Ulmer Str. 174, Stuttgart-Ost |
nein |
nein |
0 |
0 |
Es sind ausschließlich
heimische Hölzer im Sortiment (Akazie, Buche, Fichte, Kiefer
und Robinie).
Das Fichten- und
Kiefernholz kommt laut dem Unternehmen aus skandinavischen Wirtschaftswäldern. |
Schildknecht
Kriegsbergstr. 40, Stuttgart-Mitte |
ja |
nein |
0 |
- |
Die Gartenmöbel
sind überwiegend aus Teak-Holz und zum geringen Teil aus Robinie.
Laut Anbieter kommt
das Teak aus indonesischen Plantagen, er kann dies aber nur zum Teil
belegen. |
Strauss
Tübinger Str. 11, Stuttgart-Mitte |
ja |
ja
|
0
|
-
|
Das Unternehmen
verkauft vor allem Gartenmöbel aus Teak, das aus Plantagen stammen
soll.
Außerdem wird
Nyatho-Holz angeboten, das wahrscheinlich aus Urwald-Raubbau in Südostasien
kommt.
Es gibt auch etwas
Eukalyptus-Holz mit FSC-Siegel. |
|
Zeichenerklärung:
| + + |
= sehr gut |
| + |
= gut |
| 0 |
= neutral |
| - |
= schlecht |
| - - |
= sehr schlecht |
|
 |
| Urwaldfreundliche Holzprodukte |
| Tropenholz sollte man nur kaufen, wenn es das Siegel des
Forest Stewardship Council (FSC) trägt (siehe Bild
rechts). Dieser "Welt-Forst-Rat" wurde 1993 als internationale
regierungsunabhängige Organisation gegründet, um eine
ökologisch nachhaltige und sozial verträgliche Waldnutzung
zu fördern. Das FSC-Siegel ist das einzige weltweit anerkannte
Öko-Siegel, das eine nachhaltige Forstwirtschaft garantiert.
Holzprodukte, die das Naturland-Siegel für ökologische
Waldnutzung tragen, sind ebenfalls empfehlenswert. |
 |
 
© FSC
|
| Auch Tropenholz aus Plantagen ist bedenklich, weil diese
in der Regel Monokulturen sind, die intensiv mit Düngern und
Pestiziden behandelt werden. Außerdem wird zur Schaffung von
Plantagen häufig Urwald gerodet. Darüber hinaus wird Holz
aus Urwaldraubbau oft als angebliches Plantagenholz deklariert.
Tropenholz aus Plantagen ist nur dann akzeptabel, wenn es mit dem
FSC-Siegel zertifiziert ist.
Gartenmöbel aus heimischen Hölzern sind eine
Alternative. So ist das Holz der aus Nordamerika stammenden,
aber inzwischen auch in Europa wachsenden Robinie (auch "falsche
Akazie" genannt) ähnlich hart und wetterfest wie Tropenholz.
Bei guter Pflege halten auch Gartenmöbel aus Eiche ein Leben
lang. |
 |
| Download |
 |
In unserem Verbraucherführer
"Holz & Papier" (PDF-Datei, 261 kB) erfahren
Sie, welche Holzsorten Sie aus ökologischer Sicht kaufen
können - und bei welchen Sie im Geschäft kritisch
nachfragen sollten. |
 |
Auf der Homepage von FSC
Deutschland finden Sie ständig aktualisierte Auflistungen
mit Anbietern und Verarbeitungsbetrieben von FSC-zertifizierten
Produkten. |
|

Webmaster,
Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
25.07.2005
|