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Presseerklärung vom 16. April 2005 Das FSC-Siegel als Beitrag zum UrwaldschutzZum Start der Gartenmöbel-Saison zeigt Greenpeace wie das geht Stuttgart, 16.04.2005 - Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Stuttgart informieren die Bürger am Samstag, den 16. April ab 11 Uhr vor dem Einrichtungshaus Interio am Rotebühlplatz über die Möglichkeiten, Gartenmöbel aus Holz zu kaufen, ohne zur Urwaldzerstörung beizutragen. Bei der Aktion wird der Filialleiter von Interio, Herr Klein, beglückwünscht, dessen Holz-Gartenmöbel komplett mit dem Öko-Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) ausgezeichnet sind. Seit mehreren Jahren untersucht Greenpeace verschiedene Gartenmöbel-Anbieter im Raum Stuttgart auf ihr aktuelles Sortiment. Die Ergebnisse dieser Recherchen können Sie auf der Homepage der Greenpeace-Gruppe Stuttgart unter www.greenpeace-stuttgart.de nachlesen. "Holz ist eigentlich einer der umweltfreundlichsten Werkstoffe", sagt Bernhard Lehr, Waldexperte der Greenpeace-Gruppe Stuttgart. "Wer jedoch nicht aufpasst, kauft leicht Urwaldholz aus Raubbau und fördert damit eine der größten Umweltkatastrophen der Erde: Weltweit sind bereits vier Fünftel der Urwälder zerstört, und auch die letzten Reste fallen in rasantem Tempo Kettensägen und Erntemaschinen zum Opfer - mit ihnen eine schier unendliche Vielfalt an Tier- und Pflanzenarten." Bei Gartenmöbeln ist witterungsbeständiges Holz besonders gefragt. Deshalb sind Gartenmöbel aus Tropenholz weit verbreitet. Etwa 80 Prozent des bei uns auf den Markt kommenden Tropenholzes sind aber illegal gefällt oder aus Raubbau. Dabei bräuchte es nicht unbedingt Tropenholz zu sein: es gibt Gartenmöbel aus heimischen Hölzern, die qualitativ genauso hochwertig sind wie Tropenholz. Greenpeace hat für die Verbraucher auf dem heimischen Holzmarkt recherchiert und den Verbraucherführer "Holz & Papier" herausgegeben. Auf Holz zu verzichten, ist nicht nötig: Für beinahe alle Zwecke gibt es umweltschonende Alternativen, garantiert durch das Zertifikat des Forest Stewardship Council (FSC). Es bescheinigt ökologisch verträgliche, sozial gerechte und wirtschaftlich tragfähige Waldbewirtschaftung. Das weltweit gültige FSC-Siegel wird von allen großen Umweltverbänden
anerkannt und unterstützt; unabhängige Untersuchungen bestätigen
die Zuverlässigkeit. Mindestens ebenso gute Standards bietet das
Naturland-Siegel, dem von den Umweltverbänden entwickelte Kriterien
zugrunde liegen. Alle anderen Siegel bieten keine Sicherheit - es handelt
sich oft um Scheinzertifikate oder einseitig von der Holzindustrie vergebene
Siegel, die Raubbau an Urwäldern nicht verhindert haben. |