FSC-Holz: die urwaldfreundliche Entscheidung

Hintergrund

Gartenmöbel werden häufig aus Tropenholz hergestellt, weil dieses Holz sehr hart und witterungsbeständig ist. Doch etwa 80 Prozent des in Deutschland verkauften tropischen Holzes stammt aus Urwald-Raubbau. Jährlich wird eine Waldfläche von bis zu 150.000 Quadratkilometern zerstört - das ist die vierfache Größe von Baden-Württemberg!
Das bedeutet aber nicht, dass Verbraucher ganz auf Gartenmöbel aus Hartholz verzichten müssen. Wir prüfen und informieren seit vier Jahren Anbieter von Gartenmöbeln im Raum Stuttgart, damit dort Raubbauholz aus dem Sortiment genommen wird. Die Ergebnisse unserer diesjährigen Recherchen finden Sie in unserem aktuellen Gartenmöbel-Vergleich 2005.

Positiv-Aktion

Wir stellten fest, dass es neben vielen zweifelhaften Produkten auch immer mehr urwaldfreundliche Ware gibt. So sind bei "Interio" am Stuttgarter Rotebühlplatz alle Holz-Gartenmöbel mit dem Öko-Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) gekennzeichnet.

Um dieses gute Beispiel zu loben, machten wir am 16.04.2005 vor dem Geschäft eine Positiv-Aktion, bei der wir Passanten und Kunden über das FSC-Siegel und urwaldfreundliche Produkte informierten.


© Hermes



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Der Zweigstellen-Leiter von "Interio", Klein (Foto rechts oben), freute sich über unser Lob. Am Beispiel seiner Ware konnten wir Passanten und Kunden zeigen, woran man urwaldfreundliche Gartenmöbel erkennt.

Viele Menschen kennen das Problem der Urwaldzerstörung, hatten aber noch nichts vom FSC-Ökoholz-Siegel gehört. Es ist beim umweltfreundlichen Kauf von Gartenmöbeln eine wichtige Hilfe.


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Wir verteilten auch unser Flugblatt "Kaufen Sie keine Gartenmöbel aus Urwald-Raubbau!" (PDF-Datei, 98 kB) und den Verbraucherführer "Holz & Papier" (siehe auch Download unten).

Mit diesem Holzführer können Sie ökologisch empfehlenswerte und problematische Holzarten unterscheiden. Bei Tropenholz müssen Sie aufpassen, heimische Laubhölzer sind dagegen meist unbedenklich.

Lesen Sie hierzu auch unsere Presseerklärung.


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Urwaldfreundliche Produkte

Tropenholz sollten Sie nur kaufen, wenn es das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) trägt. Dieser "Welt-Forst-Rat" wurde 1993 als internationale regierungsunabhängige Organisation gegründet, um eine ökologisch nachhaltige und sozial verträgliche Waldnutzung zu fördern. Das FSC-Siegel ist das einzige weltweit anerkannte Öko-Siegel, dass eine nachhaltige Forstwirtschaft garantiert.

Holzprodukte, die das Naturland-Siegel für ökologische Waldnutzung tragen, sind aus unserer Sicht ebenfalls empfehlenswert.


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Auch Tropenholz aus Plantagen ist bedenklich, weil diese in der Regel Monokulturen sind, die intensiv mit Düngern und Pestiziden behandelt werden. Außerdem wird zur Schaffung von Plantagen häufig Urwald gerodet. Darüber hinaus wird Holz aus Urwaldraubbau oft als angebliches Plantagenholz deklariert. Tropenholz aus Plantagen ist nur dann akzeptabel, wenn es mit dem FSC-Siegel zertifiziert ist.

Gartenmöbel aus heimischen Hölzern sind eine Alternative. So ist das Holz der aus Nordamerika stammenden, aber inzwischen auch in Europa wachsenden Robinie (auch "falsche Akazie" genannt) ähnlich hart und wetterfest wie Tropenholz. Bei guter Pflege halten auch Gartenmöbel aus Eiche ein Leben lang.


Download
In unserem Verbraucherführer "Holz & Papier" (PDF-Datei, 261 kB) erfahren Sie, welche Holzsorten Sie aus ökologischer Sicht kaufen können - und bei welchen Sie im Geschäft kritisch nachfragen sollten.
In unserem Flugblatt "Kaufen Sie keine Gartenmöbel aus Urwald-Raubbau" (PDF-Datei, 98 kB) erläutern wir den Zusammenhang zwischen Gartenmöbeln und Urwaldzerstörung.
Mit unserer Checkliste "Machen Sie den Test: Bin ich urwaldfreundlich?" (PDF-Datei, 57 kB) können Sie prüfen, was Sie in Ihrem Haushalt tun müssen, um zum Schutz der letzten Urwälder beizutragen.
Auf der Homepage von FSC Deutschland finden Sie ständig aktualisierte Auflistungen mit Anbietern und Verarbeitungsbetrieben von FSC-zertifizierten Produkten.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 20.04.2005