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Presseerklärung vom 20. Juli 2005
Stuss stoppen:
"Strauss" verkauft Gartenmöbel aus Urwald-Raubbau!
Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart protestiert dagegen, dass die
Ladenkette weiterhin Gartenmöbel aus Holz dubioser Herkunft im Sortiment
hat.
Stuttgart, 20.07.2005 - Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Stuttgart protestieren
am Samstag, den 23. Juli 2005 ab 10 Uhr vor der Filiale von "Strauss
Innovation" in der Tübinger Straße 11 gegen Gartenmöbel
aus Urwald-Raubbau. Die Aktion steht unter dem Motto "Stuss stoppen",
wobei der bekannte "Strauss"-Firmenschriftzug zu "Stuss"
wird. Die Umweltschützer prangern an, dass die Ladenkette Möbel
aus Nyatho-Holz verkauft, das laut Greenpeace-Recherchen sehr wahrscheinlich
aus Urwald-Raubbau in Indonesien stammt. Außerdem bietet "Strauss"
Teak-Holz an, dessen angebliche Herkunft aus Plantagen zweifelhaft ist.
Christoph Trautwein, Urwald-Experte der Greenpeace-Gruppe Stuttgart,
sagt: "Wir wollen, dass "Strauss" diesen Stuss stoppt!
Deshalb klären wir Kunden und Passanten auf, aus welchen bedenklichen
Tropenhölzern diese Gartenmöbel hergestellt werden." In
Indonesien wurden bereits zwei Drittel der Urwälder vernichtet. Diese
Zerstörung geht ungebremst weiter, weil der indonesische Staatsapparat
einer der korruptesten der Welt ist. Dadurch können Holzkonzerne
ungehindert "Konzessionen" für Urwaldgebiete kaufen oder
den Wald gleich illegal abholzen. Selbst offizielle Naturschutzgebiete
werden auf diese Weise vernichtet.
Bis zu 90 Prozent des Holzes in dem südost-asiatischen Inselstaat
wird illegal eingeschlagen. In den letzten Urwäldern der Erde leben
rund 70 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten. Die große Nachfrage
nach Tropenholz - auch für Gartenmöbel - trägt wesentlich
zur Zerstörung dieser Wälder und der Artenvielfalt bei. So wird
es in Indonesien schon bald keine frei lebenden Orang-Utans mehr geben,
wenn der Urwald-Raubbau nicht sofort aufhört.
"Wer keine Gartenmöbel aus Urwald-Zerstörung kaufen will,
sollte von zweifelhaften Angeboten die Finger lassen", sagt Trautwein.
"Wir fordern "Strauss" und alle anderen Anbieter von Gartenmöbeln
auf, unzertifiziertes Tropenholz aus ihrem Sortiment zu nehmen und durch
Holz mit dem Ökoholz-Siegel des Forest Stewardship Council (FSC)
zu ersetzen." Das FSC?Zertifikat ist das einzige weltweit anerkannte
Siegel für Holz-Produkte aus ökologisch nachhaltiger und sozial
verträglicher Waldwirtschaft. Greenpeace bittet die Käufer von
Gartenmöbeln, nur Tropenholz mit FSC-Zertifikat zu kaufen.
Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart überprüft seit vier Jahren
Gartenmöbel-Anbieter im Raum Stuttgart auf ihr Sortiment und bewertet
dieses nach Urwald-Freundlichkeit. Über das Ergebnis der aktuellen
Gartenmöbel-Recherche 2005 werden Kunden und Passanten am Samstag
bei der Aktion vor der "Strauss"-Filiale informiert. Der Gartenmöbel-Vergleich
ist auch im Internet auf der Homepage der Greenpeace-Gruppe Stuttgart
unter www.greenpeace-stuttgart.de abrufbar.

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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
27.07.2005
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