Presseerklärung vom 23. November 2005

Die Umweltengel verkünden ihre frohe Botschaft

Greenpeace fordert zu mehr Gebrauch von Recyclingpapier auf

Stuttgart, 23.11.2005 - Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Stuttgart treten am 26.11. ab 11 Uhr an der Ecke Marien-/Kleine Königstraße als Blaue Umweltengel in Erscheinung. Sie verkünden die uneingeschränkte Tauglichkeit von Recycling- papier als Büropapier und verteilen Protestpostkarten gegen Urwaldzerstörung in Finnland. Der Papierhersteller Stora Enso Deutschland GmbH wird dazu auf- gefordert, kein Holz mehr aus Urwaldzerstörung in Finnland einzukaufen.

Der Blaue Engel ist das wichtigste Erkennungszeichen für umweltfreundliches Papier. Am Stand der Greenpeace-Gruppe Stuttgart können sich die Passanten anhand ausgestellter Papiersorten davon überzeugen, dass Recyclingpapier mit dem Blauen Engel dem Frischfaserpapier optisch und technisch in nichts nachsteht.

"Das Vorurteil, dass Recyclingpapier sich nicht zum Drucken oder Kopieren eignet, ist schon seit vielen Jahren widerlegt", sagt Papierexperte Bernhard Lehr von der Stuttgarter Greenpeace-Gruppe und fügt hinzu: "Wenn wir die letzten Reste Urwald in Finnland, Russland und Kanada erhalten wollen, müssen wir wieder mehr Produkte aus Recyclingpapier kaufen."

Durch den weltweit ungebremsten Hunger nach Frischfaserpapier geraten die letzten Urwälder der nördlichen Hemisphäre zunehmend unter Druck. So werden seit Anfang August im Norden Finnlands wieder Urwälder abgeholzt. Stora Enso ist der größte Holzabnehmer in dieser Region. Deshalb richten sich die Postkarten an den Geschäftsführer der Stora Enso GmbH, der mit seiner Einkaufspolitik verantwortlich für die Urwaldzerstörung ist.

Die Urwälder Lapplands sind Rückzugsgebiete für bedrohte Tier- und Pflanzenarten und sind die Lebensgrundlage für die Sami, die dort Rentierzucht betreiben. Letzte Woche hatte das finnische Außenministerium auf Druck der Vereinten Nationen den Einschlag in einem der umstrittenen Gebiete gestoppt. Rentierzüchter hatten zum Schutz ihrer Rechte das Menschenrechtskomitee der Vereinten Nationen angerufen.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 02.12.2005