Presseerklärung vom 04. Juni 2005

Urwaldschutz durch bewusstes Einkaufen

Greenpeace zeigt, wie man urwaldfreundliche Gartenmöbel aus Holz erkennt

Stuttgart, 04.06.2005 - Mitglieder der Greenpeace-Gruppe Stuttgart werben am internationalen Tag der Umwelt für urwaldfreundliche Massivholz-Gartenmöbel. Ein Greenpeace-Aktivist im Orang-Utan-Kostüm empfängt die Standbesucher und bietet den Kindern Hilfe beim Malen von Urwaldtieren an. Währenddessen können Erwachsene ihre Holzkenntnisse anhand ausliegender Holzstücke testen.

Für Gartenmöbel ist Tropenholz wegen seiner Witterungsbeständigkeit sehr beliebt. Doch stammt es meist aus Raubbau an den letzten Urwäldern; immer öfter sogar aus illegalem Einschlag, da die von staatlicher Seite vergebenen Lizensen der Holz-Mafia nicht mehr ausreichen. Deshalb weist Wald-Experte Daniel Löffler der Greenpeace-Gruppe Stuttgart die Verbraucher auf die Alternativen hin:

"Kaufen Sie Gartenmöbel aus Tropenholz nur dann, wenn diese das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) tragen. Eine Alternative sind Gartenmöbel aus heimischen Hölzern. Eiche und Robinie sind ähnlich wetterfest wie Tropenholz und eignen sich deshalb genauso gut für Gartenmöbel". Damit können die Verbraucher das Motto des Umwelttages, "Umweltschutz in Haus und Garten", schon beim Einkauf von Holz-Gartenmöbeln in die Tat umsetzen.

Die Greenpeace-Gruppe Stuttgart untersucht seit vier Jahren Gartenmöbelanbieter im Raum Stuttgart auf ihr Sortiment und bewertet diese nach Urwaldfreundlichkeit. Über das Ergebnis für das Jahr 2005 können sich die Besucher des Umwelttages beim Greenpeace-Stand informieren. Es ist auch unter http://www.greenpeace-stuttgart.de abrufbar.

Der Orang-Utan ist inzwischen auf der Liste der bedrohten Arten. Denn die Heimat des Menschenaffens, die Wälder Südostasiens, werden auch für Gartenmöbel aus Tropenholz ausgebeutet. "Wenn die anhaltende Zerstörung seines Lebensraumes durch Abholzung und Brandrodung nicht gestoppt wird, gibt es in einigen Jahren keine freilebenden Organ-Utans mehr", so Waldexperte Daniel Löffler.

Das Zertifikat des Forest Stewardship Council (FSC) bescheinigt ökologisch verträgliche, sozial gerechte und wirtschaftlich tragfähige Waldbewirtschaftung. Es ist weltweit gültig und wird von allen großen Umweltverbänden anerkannt und unterstützt. Alle anderen Siegel bieten keine Sicherheit - es handelt sich oft um Scheinzertifikate oder einseitig von der Holzindustrie vergebene Siegel, die Raubbau an Urwäldern nicht verhindern.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 12.06.2005