OB Schuster besucht Greenpeace beim Umwelttag

Hintergrund

"Umweltschutz in Haus und Garten" lautete das Thema des diesjährigen Internationalen Umwelttags, der am Samstag, den 04.06.2005, auf dem Stuttgarter Schlossplatz stattfand. Entsprechend thematisierten wir auf unserem Info-Stand die mit enormen Tempo fortschreitende Urwaldzerstörung, deren Folgen auch in privaten Gärten zu finden ist: Gartenmöbel werden häufig aus Tropenholz hergestellt, weil dieses Holz sehr hart und witterungsbeständig ist. Doch rund vier Fünftel des in Deutschland verkauften Tropenholzes wurde illegal gefällt oder stammt aus Raubbau an den letzten Urwäldern der Erde. Alle zwei Sekunden fällt eine Fläche von der Größe eines Fußballfeldes den Motorsägen zum Opfer.

Wir haben in diesem Frühling das vierte Jahr in Folge das Sortiment von Gartenmöbel-Anbietern im Raum Stuttgart darauf untersucht, ob das angebotene Holz urwaldfreundlich ist. Unsere Ergebnisse präsentierten wir den Besuchern des Umwelttags. Lesen Sie hierzu auch unsere Presseerklärung.

Umwelttag-Stand

Das angenehm sonnige Wetter und unser guter Standort mit Blick auf das neue Kunstmuseum veranlaßte einige Passanten, bei uns zu verweilen und sich mit der Problematik auseinander zu setzen.

Als prominenteste Besucher informierten sich der Stuttgarter Oberbürgermeister Schuster und der baden-württembergische Landwirtschaftsminister Hauck an unserem Stand. Schuster und Hauck interessierten sich sehr für den Greenpeace-Verbraucherführer "Holz & Papier" (siehe auch Download unten).


© Trautwein



© Trautwein

Schuster zeigte sich überrascht, dass in Stuttgart Gartenmöbel verkauft werden, deren Holz wahrscheinlich aus Urwald-Raubbau stammt - so von den Ladenketten "Butlers" und "Strauss".

Wir stellten dem Oberbürgermeister und dem Landwirtschaftsminister unseren Gartenmöbel-Vergleich 2005 vor (siehe auch Download unten). Mit ihm können Verbraucher urwaldfreundliche und problematische Anbieter erkennen.


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© Trautwein

Besucher hatten die Möglichkeit, ihre Holzkenntnisse anhand ausliegender Holzstücke zu testen. Für Kinder organisierten wir eine Mal-Aktion zum Thema Urwald. Außerdem waren wir Teil einer spannenden Frage-Rallye, bei der sich Kinder insgesamt sechs Stempel durch das Erfüllen von Aufgaben oder das Beantworten von Fragen "verdienen" mussten und am Ende mit etwas Glück einen Preis gewinnen konnten.


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Interessierten Passanten verteilten wir auch unser Flublatt "Kaufen Sie keine Gartenmöbel aus Urwald-Raubbau!" (PDF-Datei, 98 kB) mit detailierten Hintergrund-Informationen zur Urwaldzerstörung und Ratschlägen, was man als Verbraucher dagegen tun kann.

Tropenholz sollten Sie nur kaufen, wenn es das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) trägt. Das FSC-Siegel ist das einzige weltweit anerkannte Öko-Siegel, das eine nachhaltige Forstwirtschaft garantiert.


© Trautwein


Download
Im Verbraucherführer "Holz & Papier" (PDF-Datei, 261 kB) erfahren Sie, welche Holzsorten Sie aus ökologischer Sicht kaufen können - und bei welchen Sie im Geschäft kritisch nachfragen sollten.
In unserem Flugblatt "Gartenmöbel-Anbieter im Vergleich" (PDF-Datei, 104 kB) finden Sie auch die Tabelle, in der wir die Ergebnisse unserer diesjährigen Recherchen im Raum Stuttgart zusammenfassen.
In unserem Flugblatt "Kaufen Sie keine Gartenmöbel aus Urwald-Raubbau" (PDF-Datei, 98 kB) erläutern wir den Zusammenhang zwischen Gartenmöbeln und Urwaldzerstörung.
Mit unserer Checkliste "Machen Sie den Test: Bin ich urwaldfreundlich?" (PDF-Datei, 57 kB) können Sie prüfen, was Sie in Ihrem Haushalt tun müssen, um zum Schutz der letzten Urwälder beizutragen.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 25.07.2005