Ökologische Gartenmöbel-Führungen in Stuttgart

Hintergrund

Wir untersuchen seit fünf Jahren in Folge das Sortiment von Gartenmöbel-Anbietern im Raum Stuttgart darauf, ob das angebotene Holz aus Urwald-Zerstörung stammt. Die Ergebnisse dieser Recherchen veröffentlichen wir jedes Frühjahr in unseren Gartenmöbel-Vergleichen. Im vergangenen Jahr gelang es uns gemeinsam mit über zwanzig anderen Greenpeace-Gruppen in Deutschland, zwei bundesweite Anbieter dubioser Gartenmöbel zum Verzicht auf Raubbau-Holz zu bewegen. mehr...
Auch dieses Jahr informieren wir mit unseren aktuellen Recherche-Ergebnisse und mit öffentlichkeitswirksamen Aktionen wieder Händler und Kunden über Gartenmöbel aus Urwald-Zerstörung und über urwaldfreundliche Alternativen.

Info-Aktion

So haben wir unseren aktuellen Gartenmöbel-Vergleich 2006 (siehe auch Download unten) am 27.05.2006 bei einem Info-Stand in der Königstraße vorgestellt. Dort boten wir außerdem ökologische Gartenmöbel-Führungen zu nahe gelegenen Möbel-Anbietern an, bei denen wir interessierten Bürgern einige Beispiele für zweifelhafte und urwaldfreundliche Ware zeigten.

Lesen Sie auch unser Flugblatt "Kaufen Sie keine Gartenmöbel aus Urwald-Raubbau!" (PDF-Datei, 98 kB) und unsere Presseerklärung.


© Flierl



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Die Besucher unseres Stands und die Teilnehmer unserer ökologischen Gartenmöbel-Führungen waren froh, einmal an konkreten Beispielen erklärt zu bekommen, worauf man beim Kauf von Gartenmöbeln achten sollte.

Tropenholz sollten Sie nur kaufen, wenn es das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) trägt. Dagegen sind heimische Laubhölzer in der Regel unbedenklich.


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Verbraucherführer Holz & Papier

Bei unserer Info-Aktion verteilten wir auch den Greenpeace-Verbraucherführer "Holz & Papier" (siehe auch Download unten). Mit ihm können Sie ökologisch empfehlenswerte und problematische Holzarten unterscheiden.

Tropenholz ist nur unbedenklich, wenn es das FSC-Öko-Siegel trägt. Holz ohne FSC-Siegel ist auch dann bedenklich, wenn es aus Plantagen stammt, weil diese meist Monokulturen sind, die intensiv mit Düngern und Pestiziden behandelt werden. Außerdem wird Holz aus Urwald-Raubbau häufig zu angeblichem Plantagenholz umdeklariert.

Heimische Laubhölzer sind eine urwaldfreundliche Alternative, weil auch Gartenmöbel aus Robinie oder Eiche bei guter Pflege jahrzehntelang halten.


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Urwaldfreundliche Holzprodukte

Gartenmöbel sollte man nur kaufen, wenn sie das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) tragen (siehe Bild rechts). Dieser "Welt-Forst-Rat" wurde 1993 als internationale regierungsunabhängige Organisation gegründet, um eine ökologisch nachhaltige und sozial verträgliche Waldnutzung zu fördern.

Das FSC-Siegel ist das einzige weltweit anerkannte Öko-Holz-Siegel, das eine nachhaltige Forstwirtschaft garantiert. Man findet es inzwischen auch in zwei Fassungen:

Das Öko-Siegel des Forst Stewardship Council.
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Zum einen gibt es das FSC-Siegel für Produkte, deren Holz komplett aus vorbildlich bewirtschafteten Wäldern stammt. Und zum anderen gibt es das Siegel für Produkte, die auch aus anderer kontrollierter Herkunft sind.

Produkte, die das Naturland-Siegel für ökologische Waldnutzung tragen, sind ebenfalls empfehlenswert.


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Bei unserer Info-Aktion sammelten wir außerdem Unterschriften, um die Amazonas-Urwälder in Brasilien zu retten. Dort werden große Waldgebiete abgeholzt, um Soja anzubauen. Das Soja dient vor allem als billiges Tierfutter für die Fleischerzeugung in den USA und Europa..

Auch unser Fleischkonsum trägt also indirekt dazu bei, dass Urwälder vernichtet werden. Lesen Sie hierzu auch unser Flugblatt "Aus Urwald wird Tierfutter" (PDF-Datei, 102 kB) und unser Infoblatt "Wir essen Amazonien auf" (PDF-Datei, 180 kB).


Ergebnis

Schon am Vortag unserer ökologischen Gartenmöbel-Führungen, am 26.05.2006, berichteten die Stuttgarter Nachrichten über unseren aktuellen Gartenmöbel-Vergleich und kündigten die Aktion an.

Unser Gartenmöbel-Vergleich ist wie in den letzten Jahren ein Publikums-Renner! Allein bei unserer Info-Aktion am 27.05.2006 verteilten wir 200 Flugblätter mit unserem Gartenmöbel-Vergleich. Auch von unserer Gruppen-Homepage wurde das Flugblatt bisher mehrere hundert mal abgerufen.
Außerdem konnten wir bei unserer Aktion 200 Unterschriften sammeln, um die letzten Amazonas-Urwälder in Brasilien vor dem ausufernden Soja-Anbau zu retten.


Download
Unser diesjähriges Flugblatt "Gartenmöbel-Anbieter im Vergleich" (PDF-Datei, 150 kB) enthält unter anderem die Tabelle, in der wir die Ergebnisse unserer diesjährigen Recherchen zusammenfassen.
In unserem Verbraucherführer "Holz & Papier" (PDF-Datei, 261 kB) erfahren Sie, welche Holzsorten Sie aus ökologischer Sicht kaufen können - und bei welchen Sie im Geschäft kritisch nachfragen sollten.
In unserem Flugblatt "Kaufen Sie keine Gartenmöbel aus Urwald-Raubbau" (PDF-Datei, 98 kB) erläutern wir den Zusammenhang zwischen Gartenmöbeln und Urwaldzerstörung.
Über den Zusammenhang zwischen dem Anbau von Soja und der Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes informieren das Flugblatt "Aus Urwald wird Tierfutter" (PDF-Datei, 102 kB) und das Infoblatt "Wir essen Amazonien auf" (PDF-Datei, 180 kB).
Mit unserer Checkliste "Machen Sie den Test: Bin ich urwaldfreundlich?" (PDF-Datei, 57 kB) können Sie prüfen, was Sie in Ihrem Haushalt tun müssen, um zum Schutz der letzten Urwälder beizutragen.
Auf der Homepage von FSC Deutschland finden Sie ständig aktualisierte Auflistungen mit Anbietern und Verarbeitungsbetrieben von FSC-zertifizierten Produkten.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 28.05.2006