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Presseerklärung vom 10. August 2005 Greenpeace fordert: Urwaldschutz-Gesetz jetzt!Illegal eingeschlagenes Tropenholz soll nicht mehr straffrei gehandelt werden dürfen Stuttgart, 10.08.2005 - Für ein Urwaldschutzgesetz machen sich Aktivisten der Greenpeace-Gruppe Stuttgart am Samstag, den 12. August 2006 an einem Informationsstand in der unteren Königstraße stark. Zwei als Jaguar und Orang-Utan verkleidete Aktivisten machen auf die Gefährdung der Urwälder durch illegalen Holzeinschlag aufmerksam. Sie rufen die Passanten dazu auf, die Greenpeace-Forderung nach einem Schutzgesetz mit ihrer Unterschrift zu unterstützen. Darüber hinaus informieren sie über Gartenmöbel aus umweltverträglicher Waldnutzung und deren Bezugsadressen in Stuttgart. „Orang-Utan und Jaguar stehen stellvertretend für die unzähligen Tierarten, die aufgrund der Urwaldzerstörung vom Aussterben bedroht sind,“ sagt Stefanie Flierl, Waldexpertin von Greenpeace Stuttgart. Illegal eingeschlagenes Tropenholz wird auch hierzulande verkauft. „Vier Fünftel des in Deutschland verkauften Tropenholzes wurden illegal gefällt oder stammen aus Raubbau an den letzten unberührten Wäldern. Selbst in ein Verwaltungs-gebäude des Bundestags wurden im letzten Jahr Fensterrahmen aus Raubbau-Holz eingebaut,“ so Flierl. „Der Handel mit illegal eingeschlagenem Holz muss schleunigst per Gesetz verboten werden.“ Bereits von der letzten Bundesregierung wurde ein Gesetz vorbereitet, das den Handel mit illegal eingeschlagenem Holz und dessen Besitz in Deutschland unter Strafe stellt. Bei der Abstimmung im Bundestag vor wenigen Wochen erreichte das Gesetz im Bundestag jedoch keine Parlamentsmehrheit. „Nach dieser Schlappe ist es jetzt wichtig, an Umweltminister Gabriel ein deutliches Zeichen zu senden,“ sagt Greenpeace-Wald-Expertin Stefanie Flierl. Greenpeace fordert Gabriel auf den Unterschriftenlisten auf, den Greenpeace-Vorschlag für ein Urwaldschutzgesetz unverzüglich wieder aufzugreifen und ein entsprechendes Gesetz im Bundestag einzubringen. Außerdem soll die Bundesregierung für sämtliche Regierungs- und Verwaltungsgebäude die Verwendung von Holz aus ökologischer Waldwirtschaft vorschreiben. Auch die Verbraucher können durch ihr Einkaufsverhalten zum Erhalt der letzten Urwälder beitragen. Dabei hilft der Gartenmöbel-Vergleich der Greenpeace-Gruppe Stuttgart, der am Infostand erhältlich ist. Er gibt einen Überblick über Stuttgarter Geschäfte, die Gartenmöbel mit dem Umweltsiegel FSC im Angebot haben. Er zeigt daneben auch, welche Geschäfte Gartenmöbel aus Tropenholz zweifelhafter Herkunft anbieten. „Tropenholz aus Plantagen ist bedenklich, denn häufig handelt es sich um Monokulturen mit starkem Pestizideinsatz, für die Urwald gerodet wurde,“ so Flierl. „Nur das Forest Stewardship Council (FSC) garantiert eine umweltverträgliche Waldnutzung.“ Das FSC-Siegel kennzeichnet Holzprodukte, die nach umwelt- und sozialverträglichen Kriterien hergestellt wurden, darunter die Erhaltung von Primärwäldern (Urwäldern) sowie die Respektierung der Rechte der Ureinwohner.
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