Greenpeace fordert: Urwaldschutz-Gesetz jetzt!
| Hintergrund |
| Rund vier Fünftel des in Deutschland verkauften Tropenholzes
wurde illegal gefällt oder stammt aus Raubbau an den letzten
Urwäldern der Erde. Mit den Urwäldern wird eine riesige
Artenvielfalt vernichtet, denn in ihnen leben 70 Prozent aller
Tier- und Pflanzenarten der Erde. Dadurch könnten zum Beispiel
Orang-Utans (die zu den nächsten Artverwandten des Menschen
gehören) schon in wenigen Jahren in freier Natur ausgerottet
sein.
Die vorige (rot-grüne) Bundesregierung hatte ein Urwaldschutz-Gesetz
auf den Weg gebracht, das den Handel mit Holz illegalen Ursprungs
unter Strafe stellen sollte. Dieses Gesetz wurde leider von der
jetzigen (schwarz-roten) Regierung fallen gelassen. Greenpeace hat
deshalb eine Unterschriften-Sammlung gestartet, damit das Urwaldschutz-Gesetz
doch noch zustande kommt.
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| Unterschriften-Aktion |
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Am 12.08.2006 sammelten wir in der Stuttgarter Königstraße
Unterschriften für ein Urwaldschutz-Gesetz. Denn nur wenn der
Handel mit illegal geschlagenem Urwald-Holz unter Strafe gestellt
wird, können die letzten Urwälder gerettet werden.
Bei unserer Unterschriften-Aktion halfen uns ein Orang-Utan
und ein Jaguar, die die Urwälder in Südostasien
und Brasilien symbolisieren. Aus diesen Regionen stammen die meisten
Tropenhölzer, die man hier zu Lande kaufen kann. Lesen Sie
hierzu auch unsere Presseerklärung.
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© Donner
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© Donner |
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Werden auch Sie aktiv! Bis Ende September können
auch Sie noch Unterschriften für das Gesetz sammeln. Alle
notwendigen Angaben finden Sie auf unserer Unterschriftenliste
"Gesetz zum Schutz der Urwälder, jetzt!" (PDF-Datei,
123 kB).
Lesen Sie hierzu auch unser Flugblatt "Kaufen
Sie keine Gartenmöbel aus Urwald-Raubbau" (PDF-Datei,
98 kB), das den Zusammenhang zwischen Gartenmöbeln und Urwaldzerstörung
erläutert.
Außerdem verteilten wir an Passanten den Greenpeace-Verbraucherführer
"Holz & Papier" (siehe auch Download unten). Mit ihm
können Sie ökologisch empfehlenswerte und problematische
Holz-Produkten unterscheiden.
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| Gartenmöbel-Vergleich |
| Verbraucher können durch ihr Kaufverhalten selbst dazu
beitragen, die letzten Urwälder der Erde zu schützen.
So haben wir in unserem Gartenmöbel-Vergleich
2006 (siehe auch Download unten) geprüft, ob Gartenmöbel-Anbieter
im Raum Stuttgart irgendwelche Waren anbieten, deren Holz aus Urwald-Zerstörung
stammt.
Im vergangenen Jahr war es uns gemeinsam mit über zwanzig
anderen Greenpeace-Gruppen gelungen, zwei bundesweite Anbieter dubioser
Gartenmöbel zum Verzicht auf Raubbau-Holz zu bewegen. mehr...
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© Donner
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| Urwaldfreundliche Holzprodukte |
| Gartenmöbel sollte man nur kaufen, wenn sie das Siegel
des Forest Stewardship Council (FSC) tragen (siehe Bild
rechts). Dieser "Welt-Forst-Rat" wurde 1993 als internationale
regierungsunabhängige Organisation gegründet, um eine
ökologisch nachhaltige und sozial verträgliche Waldnutzung
zu fördern.
Das FSC-Siegel ist das einzige weltweit anerkannte Öko-Holz-Siegel,
das eine nachhaltige Forstwirtschaft garantiert. Man findet es inzwischen
auch in zwei Fassungen: |
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© FSC
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| Tropenholz aus Plantagen ist bedenklich, weil diese
in der Regel Monokulturen sind, die intensiv mit Düngern und
Pestiziden behandelt werden. Außerdem wird zur Schaffung von
Plantagen häufig Urwald gerodet. Darüber hinaus wird Holz
aus Urwaldraubbau oft als angebliches Plantagenholz deklariert.
Tropenholz aus Plantagen ist nur dann akzeptabel, wenn es mit dem
FSC-Siegel zertifiziert ist.
Heimische Hölzer sind eine Alternative. So
ist das Holz der aus Nordamerika stammenden, aber ebenfalls in Europa
wachsenden Robinie (auch "falsche Akazie" genannt) ähnlich
hart und wetterfest wie Tropenholz. Bei guter Pflege hält auch
Eiche ein Leben lang. |
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| Ergebnis |
Unser Gartenmöbel-Vergleich ist wie in den letzten
Jahren ein Publikums-Renner! Allein bei unserer Info-Aktion am
12.08.2006 verteilten wir 300 Flugblätter mit unserem Gartenmöbel-Vergleich.
Auch von unserer Gruppen-Homepage wurde das Flugblatt bisher mehrere
hundert mal abgerufen.
Außerdem konnten wir bei unserer Aktion fast 500 Unterschriften
sammeln, mit denen Stuttgarter Bürger unsere Forderung nach einem
Urwaldschutz-Gesetz unterstützten.. |
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| Download |
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Unser diesjähriges Flugblatt "Gartenmöbel-Anbieter
im Vergleich" (PDF-Datei, 150 kB) enthält unter
anderem die Tabelle, in der wir die Ergebnisse unserer diesjährigen
Recherchen zusammenfassen. |
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Auf der Homepage von FSC
Deutschland finden Sie ständig aktualisierte Auflistungen
mit Anbietern und Verarbeitungsbetrieben von FSC-zertifizierten
Produkten. |
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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
16.08.2006
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