Greenpeace-Stand in Welzheim gegen Urwald-Raubbau
| Hintergrund |
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In Brasilien werden für den Anbau von eiweißreichen
Soja-Bohnen riesige Urwald-Flächen abgebrannt. In den Bundesstaaten
Mato Grosso und Pará wurden schon 1,2 Millionen Hektar ehemaliger
Regenwald-Flächen mit Soja-Feldern überzogen. Das Soja
dient vor allem zur Fleischerzeugung in den USA und Europa, denn
es wird als billiges Mastfutter für Hühner, Rinder und
Schweine eingesetzt.
Die Soja-Farmer eignen sich das Land oft illegal an. Durch die Brandrodung
für die Felder wird nicht nur der Lebensraum von zahllosen
seltenen Tier- und Pflanzenarten vernichtet und das Weltklima
beeinträchtigt. Darüber hinaus werden Angehörige
einheimischer Urwald-Völker aus ihrer Heimat vertrieben,
sodass sie meist in den Elendsvierteln brasilianischer Großstädte
landen.
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| Info-Stand |
| Nachdem wir schon im Mai
2006 in Stuttgart über die Zerstörung der Amazonas-Urwälder
durch Soja-Anbau informiert hatten, machten wir am 22.07.2006 in
Welzheim (gut 30 Kilometer östlich von Stuttgart) einen
weiteren Info-Stand zu diesem Thema. Der Besuch von Greenpeace auf
dem Marktplatz des Städtchens stieß bei den Bürgern
auf großes Interesse.
Lesen Sie hierzu auch unser Flugblatt "Aus
Urwald wird Tierfutter" (PDF-Datei, 102 kB) und unsere
Presseerklärung. |
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© Donner
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| Wir essen Amazonien auf |
| Doch auch wir Europäer sind für die Zerstörung
der Urwälder Amazoniens mitverantwortlich. Das in Brasilien
angebaute Soja wird nämlich als billiges Mastfutter für
Hühner, Rinder und Schweine sowie Milchkühe verwendet.
Somit trägt indirekt auch unser Fleischkonsum dazu bei,
dass die letzten Urwälder der Erde vernichtet werden. Lesen
Sie hierzu auch unser Infoblatt "Wir
essen Amazonien auf" (PDF-Datei, 180 kB). |
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© Donner
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| Verbraucherführer Holz & Papier |
| Bei unserem Info-Stand in Welzheim verteilten wir auch den Verbraucherführer
"Holz & Papier" (siehe auch Download unten). Mit ihm
können Sie beim Kauf von Holz-Produkten ökologisch empfehlenswerte
und problematische Holzarten unterscheiden. Darüber hinaus
überprüft die Greenpeace-Gruppe Stuttgart jedes Jahr die
Urwaldfreundlichkeit von Gartenmöbel-Anbietern
im Raum Stuttgart.
Tropenholz ist nur unbedenklich, wenn es das FSC-Öko-Siegel
trägt. Holz ohne FSC-Siegel ist auch dann bedenklich, wenn
es aus Plantagen stammt, weil diese meist Monokulturen sind, die
intensiv mit Düngern und Pestiziden behandelt werden. Außerdem
wird Holz aus Urwald-Raubbau häufig zu angeblichem Plantagenholz
umdeklariert.
Heimische Laubhölzer sind eine urwaldfreundliche Alternative,
weil auch Gartenmöbel aus Robinie oder Eiche bei guter Pflege
jahrzehntelang halten. |
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| Urwaldfreundliche Holzprodukte |
| Gartenmöbel sollte man nur kaufen, wenn sie das Siegel
des Forest Stewardship Council (FSC) tragen (siehe Bild
rechts). Dieser "Welt-Forst-Rat" wurde 1993 als internationale
regierungsunabhängige Organisation gegründet, um eine
ökologisch nachhaltige und sozial verträgliche Waldnutzung
zu fördern.
Das FSC-Siegel ist das einzige weltweit anerkannte Öko-Holz-Siegel,
das eine nachhaltige Forstwirtschaft garantiert. Man findet es inzwischen
auch in zwei Fassungen: |
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© FSC
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| Ergebnis |
| Unser Besuch stieß bei den Bürgern von Welzheim
auf großes Interesse und die Welzheimer
Zeitung berichtete über unseren Info-Stand auf dem Marktplatz. |
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| Download |
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Unser Flugblatt "Aus
Urwald wird Tierfutter" (PDF-Datei, 102 kB) informiert
über den Zusammenhang zwischen dem Anbau von Soja und der
Zerstörung des Amazonas-Regenwaldes. |
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Das Infoblatt "Wir
essen Amazonien auf" (PDF-Datei, 180 kB) fasst die
gleichnamige Greenpeace-Studie über die Zerstörung
des Regenwaldes in Amazonien durch Soja-Anbau zusammen. |
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In unserem Verbraucherführer
"Holz & Papier" (PDF-Datei, 261 kB) erfahren
Sie, welche Holzsorten Sie aus ökologischer Sicht kaufen
können - und bei welchen Sie im Geschäft kritisch
nachfragen sollten. |
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Auf der Homepage von FSC
Deutschland finden Sie ständig aktualisierte Auflistungen
mit Anbietern und Verarbeitungsbetrieben von FSC-zertifizierten
Produkten. |
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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
28.07.2006
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