"Kölle" verkauft Gartenmöbel aus Urwald-Raubbau
Die Gartencenter-Kette "Pflanzen Kölle" ist laut
unseren Recherchen der einzige Anbieter von Gartenmöbeln aus Raubbauholz
in Stuttgart.
| Hintergrund |
| In diesem Frühjahr haben wir das sechste Jahr in Folge
das Sortiment von Gartenmöbel-Anbietern im Raum Stuttgart darauf
untersucht, ob das angebotene Holz aus Urwald-Zerstörung stammt.
Die Ergebnisse dieser Recherchen finden Sie in unserem Gartenmöbel-Vergleich
2007. Erfreulicherweise sind urwaldfreundliche Produkte immer
mehr verbreitet - nicht zuletzt auch deshalb, weil 2005 zwei
Anbieter von Gartenmöbeln durch eine von der Greenpeace-Gruppe
Stuttgart vorbereitete und koordinierte bundesweite Kampagne zur
Umstellung ihres Sortiments bewegt wurden. mehr...
Inzwischen gibt es unter den von uns überprüften Geschäften
nur noch einen einzigen Anbieter, der eindeutig Gartenmöbel
aus Urwald-Raubbau verkauft: "Pflanzen Kölle"!
Die Gartencenter-Kette betreibt in ganz Deutschland zehn Filialen,
darunter auch jeweils eine in Stuttgart-Zuffenhausen und in Fellbach.
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| Protest-Aktion |
| "Pflanzen Kölle" verkauft bundesweit
Gartenmöbel aus Nyatho-Holz, das eindeutig aus Urwald-Raubbau
in Südostasien stammt. Nyatho ist nämlich weder aus
Plantagen noch aus nachhaltiger Forstwirtschaft zu bekommen.
Nachdem Gespräche mit "Pflanzen Kölle" ohne
Ergebnis blieben, haben wir am 02.06.2007 vor der Filiale in der
Schwieberdinger Straße in Stuttgart-Zuffenhausen protestiert.
Lesen Sie hierzu auch unsere Presseerklärung.
Die Aktion war Auftakt einer von uns angeregten bundesweiten
Kampagne gegen "Pflanzen Kölle". |
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© Hermes
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| Urwaldfreundliche Produkte |
| Tropenholz sollten Sie nur kaufen, wenn es das Siegel des
Forest Stewardship Council (FSC) trägt. Dieser "Welt-Forst-Rat"
wurde 1993 als internationale regierungsunabhängige Organisation
gegründet, um eine ökologisch nachhaltige und sozial verträgliche
Waldnutzung zu fördern. Das FSC-Siegel ist das einzige weltweit
anerkannte Öko-Siegel, das eine nachhaltige Forstwirtschaft
garantiert.
Auch Holzprodukte, die das Naturland-Siegel für ökologische
Waldnutzung tragen, sind aus unserer Sicht empfehlenswert. |
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© FSC
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| Ergebnis |
"Pflanzen Kölle" weigerte
sich, unseren Protestbrief entgegen zunehmen, in dem wir die Gartencenter-Kette
auffordern, sämtliches Raubbauholz aus dem Sortiment zu nehmen.
Der regionale Fernsehsender R.TV dokumentierte unsere Aktion sowie
die starrsinnige Reaktion des Unternehmens und berichtete in einem
ausführlichen Filmbericht darüber.
Noch am selben Samstag drohte uns "Pflanzen Kölle"
zunächst mit rechtlichen Schritten. Bereits am Montag kam dann
aber die bessere Einsicht und wir erhielten die Zusage, dass die
Nyatho-Gartenmöbel aus dem Angebot genommen und durch FSC-Produkte
ersetzt werden. Bei dem Nyatho-Holz handelte es sich laut "Kölle"
um Restbestände aus dem Vorjahr, die nicht mehr nachgekauft würden.
Vielmehr wolle man das bereits vorhandene große Angebot an FSC-Gartenmöbeln
schrittweise erweitern.
Auf diese erfreuliche Kehrtwende von "Pflanzen Kölle"
antworteten wir am darauf folgenden Freitag mit einer Positiv-Aktion
vor einer anderen "Kölle"-Filiale. Dies nahm die Stuttgarter
Zeitung zum Anlass, um über
unseren Erfolg gegen "Pflanzen Kölle" und unser Gartenmöbel-Projekt
zu berichteten. |
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| Download |
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Unser diesjähriges Flugblatt "Gartenmöbel-Anbieter
im Vergleich" (PDF-Datei, 139 kB) enthält auch
die Tabelle, in der wir die Ergebnisse unserer diesjährigen
Recherchen zusammenfassen. |
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In unserem Verbraucherführer
"Holz & Papier" (PDF-Datei, 261 kB) erfahren
Sie, welche Holzsorten Sie aus ökologischer Sicht kaufen
können - und bei welchen Sie im Geschäft kritisch
nachfragen sollten. |
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Webmaster,
Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
21.07.2007
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