"Pflanzen Kölle" verzichtet auf Raubbau-Holz
Die Gartencenter-Kette nimmt nach unserer Protest-Aktion vor
einer Woche ihre Gartenmöbel aus Nyatho-Holz aus dem Sortiment.
| Hintergrund |
Bei unserem Gartenmöbel-Vergleich
2007 hatten wir festgestellt, dass es unter den von uns überprüften
Geschäften nur noch einen einzigen Anbieter gab, der eindeutig
Gartenmöbel aus Urwald-Raubbau verkaufte. Dabei handelte es
sich um die Gartencenter-Kette "Pflanzen Kölle",
die in ganz Deutschland zehn Filialen betreibt, darunter auch jeweils
eine in Stuttgart-Zuffenhausen und in Fellbach. In allen Filialen
waren Gartenmöbel aus Nyatho-Holz im Sortiment, dass laut Greenpeace-Recherchen
aus Raubbau an den letzten Urwäldern Indonesiens stammt.
Als Gespräche mit "Pflanzen Kölle" ergebnislos
blieben, haben wir am Samstag, den 02.06.2007 vor der Filiale in
Stuttgart-Zuffenhausen protestiert. Die Aktion war Auftakt einer
von uns vorbereiteten und koordinierten bundesweiten Kampagne gegen
"Pflanzen Kölle", an der sich Greenpeace-Gruppen
an fast allen "Kölle"-Standorten in Deutschland beteiligten.
Jetzt hat "Pflanzen Kölle" eingelenkt und zugesagt,
künftig auf Gartenmöbel aus Urwald-Raubbau zu verzichten.
Bei dem Nyatho-Holz handelte es sich laut "Kölle"
um Restbestände aus dem Vorjahr, die nicht mehr nachgekauft
würden. Vielmehr wolle man das bereits vorhandene große
Angebot an FSC-Gartenmöbeln schrittweise erweitern.
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| Positiv-Aktion |
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| Urwaldfreundliche Produkte |
| "Pflanzen Kölle" hat erkannt, dass man Tropenholz
nur nehmen sollte, wenn es das Siegel des Forest Stewardship
Council (FSC) trägt. Dieser "Welt-Forst-Rat"
wurde 1993 als internationale regierungsunabhängige Organisation
gegründet, um eine ökologisch nachhaltige und sozial verträgliche
Waldnutzung zu fördern. Das FSC-Siegel ist das einzige weltweit
anerkannte Öko-Siegel, das eine nachhaltige Forstwirtschaft
garantiert.
Nach Ansicht von Greepeace sind außerdem Holzprodukte empfehlenswert,
die das Naturland-Siegel für ökologische Waldnutzung
tragen. |
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© FSC
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| Ergebnis |
Die Gartencenter-Kette "Pflanzen Kölle"
sagt zu, in ihren zehn Filialen in Deutschland alle Gartenmöbel
aus Raubbau-Holz aus dem Sortiment zu nehmen und durch solche mit
dem FSC-Siegel zu ersetzen. "Pflanzen Kölle" reagiert
damit nicht nur auf eine lokale Protest-Aktion, sondern auch auf
eine von uns vorbereitete und koordinierte bundesweite Kampagne,
an der sich Greenpeace-Gruppen an fast allen "Kölle"-Standorten
in Deutschland beteiligt hatten.
Am 11.06.2007 berichtete die Stuttgarter
Zeitung über unseren Erfolg gegen "Pflanzen Kölle"
und über unser Gartenmöbel-Projekt. Bereits vor dem Einlenken
des Unternehmens hatte der regionale Fernsehsender R.TV mit einem
ausführlichen Filmbericht über die Protest-Aktion der
Greenpeace-Gruppe Stuttgart bei "Kölle" informiert.
Bereits 2005 konnten zwei Anbieter von Gartenmöbeln durch
eine von der Greenpeace-Gruppe Stuttgart vorbereitete und koordinierte
bundesweite Kampagne zur Umstellung ihres Sortiments bewegt werden.
mehr... |
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| Download |
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Unser diesjähriges Flugblatt "Gartenmöbel-Anbieter
im Vergleich" (PDF-Datei, 139 kB) enthält auch
die Tabelle, in der wir die Ergebnisse unserer diesjährigen
Recherchen zusammenfassen. |
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In unserem Verbraucherführer
"Holz & Papier" (PDF-Datei, 261 kB) erfahren
Sie, welche Holzsorten Sie aus ökologischer Sicht kaufen
können - und bei welchen Sie im Geschäft kritisch
nachfragen sollten. |
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Webmaster,
Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
21.07.2007
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