Das Stuttgarter Öko-Papier-Projekt
| Hintergrund |
| Die (Ur-)Wälder der Erde sind unter anderem bedroht, weil
der Verbrauch von Frischfaser-Papier weltweit steigt. Am größten
ist er in den Industriestaaten - allein jeder Deutsche verbraucht
durchschnittlich mehr als 250 Kilogramm Papier im Jahr,
90 Prozent davon wird aus dem Ausland eingeführt. Doch es gibt
(ur-)waldfreundliche Alternativen:
Recycling-Papier
oder Umweltschutz-Papier, das zu 100 Prozent aus Altpapier hergestellt
wird, und
FSC-Papier,
bei dem das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) eine ökologisch
nachhaltige und sozial verträgliche Waldnutzung garantiert.
Leider sind Recycling- und FSC-Papier nicht überall zu bekommen.
Um Ihnen zu zeigen, wo Sie in Stuttgart diese Produkte kaufen können,
hat die Greenpeace-Gruppe Stuttgart im Jahr 2008 ein Öko-Papier-Projekt
begonnen. Seither haben wir zweimal in zahlreichen Geschäften
der ganzen Stadt recherchiert, wo in Stuttgart welche Öko-Papier-Produkte
erhältlich sind.
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| Wo in Stuttgart finden Sie Öko-Papier? |
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| Warum sollten Sie Recycling-Papier kaufen? |
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| Wie erkennen Sie Recycling-Papier? |
| Das wichtigste Kennzeichen für Recycling-Papier
ist "Der Blaue Engel" (siehe rechts). Dieses Zeichen
wurde 1977 von Umweltbundesamt und Verbraucherverbänden geschaffen,
um bei den unterschiedlichsten Produkten auf strengere Standards
für Nachhaltigkeit und Umweltschutz hinzuweisen. Der "Blaue
Engel" für Recycling-Papier garantiert, dass dieses zu
100 Prozent aus Altpapier hergestellt wird.
Sogenanntes "Umweltschutz-Papier" übertrifft
den "Blauen Engel" aus ökologischer Sicht sogar noch,
da hier die im Altpapier vorhandene Druckfarbe nicht entfernt und
das Papier auch nicht gebleicht wird. Manche Produkte tragen zusätzlich
zum "Blauen Engel" auch noch folgende (ur-)waldfreundliche
Kennzeichen für Recycling-Papier.
Weitere (ur-)waldfreundliche Kennzeichen: |
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© "Blauer
Engel"
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| Daneben gibt es bei Papier-Produkten weitere Kennzeichnungen,
die jedoch wenig oder nichts mit Standards für Nachhaltigkeit
und Umweltschutz zu tun haben. Lesen Sie hierzu auch unser Flugblatt
"Woran
erkennt man umweltfreundliches Papier?" (PDF-Datei, 117
kB).
Der Begriff
"holzfrei" bedeutet eigentlich "holzstoff- oder
ligninfrei". Diese Stoffe wurden entfernt, weil sie zum Vergilben
des Papiers führen - aber auch dieses Papier wird aus Holz
gemacht.
Der Begriff
"chlorfrei" besagt lediglich, dass das Papier nicht
mit Chlor gebleicht wurde. Es handelt sich aber nicht um Recycling-Papier.
Keine (ur-)waldfreundlichen Kennzeichen: |
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| Wie können Sie Papier sparen? |
| Bevorzugen
Sie Kopier-Läden, wo es Kopier- und Druckpapier aus
Recycling-Papier gibt. Fordern Sie Ihren Copy-Shop auf, auch Kopierer
mit Recycling-Papier anzubieten. Lesen Sie hierzu auch unser Flugblatt
"Recycling-Papier
für Kopierer, Drucker, Faxe..." (PDF-Datei, 87 kB).
Bevorzugen Sie
Schreibwaren-Geschäfte, wo es Schulhefte, Briefumschläge
und Schreibpapier aus Recycling-Papier gibt. Sprechen Sie mit den
Laden-Inhabern, wenn sie kein solche Papier führen. In vielen
Schreibwaren-Läden kann man Schulhefte aus Recycling-Papier
in Klassenstärke bestellen. Lesen Sie hierzu auch unser Flugblatt
"Schulhefte,
Schreibwaren und Büromaterial" (PDF-Datei, 73 kB).
Bevorzugen Sie
Anbieter von Hygiene-Artikeln, wo es Kosmetiktücher,
Küchenrollen, Taschentücher und WC-Papier aus Recycling-Papier
gibt. Lesen Sie hierzu auch unser Flugblatt "Recycling-Hygienepapiere"
(PDF-Datei, 83 kB).
Wir haben vergangenen Jahren zweimal recherchiert, wo Sie Kopier-Papier,
Schreibwaren und Hygiene-Artikel aus Recycling-Papier in Stuttgart
finden. Die Ergebnisse unserer Recherchen finden Sie hier:
Die
Stuttgarter Öko-Papier-Liste 2009
Die
Stuttgarter Öko-Papier-Liste 2008
Setzen Sie sich
an Ihrer Schule, an Ihrer Hochschule oder bei Ihrem Arbeitgeber
dafür ein, dass Kopier- und Briefpapier auf Recycling-Papier
umgestellt werden.
Fordern Sie von
Behörden und Firmen, von denen Sie Briefe oder Rechnungen
erhalten, auf Recycling-Papier umzustellen.
Bringen Sie an
Ihrem Briefkasten den Hinweis an, dass Sie keine Anzeigenblätter
und Werbung wünschen. Überzeugen Sie Ihre Nachbarn, das
auch zu tun.
Lassen Sie sich
in die sogenannte Robinson-Liste eintragen (www.robinsonliste.de),
um adressierte und unerwünschte Werbung per Post oder Fax zu
verringern.
Benutzen Sie für
Ihre Drucker und Faxgeräte nur Recycling-Papier.
Verwenden Sie
die Rückseite von gebrauchtem Papier für Ausdrucke
und Notizen.
Packen Sie Ihre
Geschenke mal anders ein, zum Beispiel in buntem Altpapier
oder in einem schicken Halstuch oder Schal.
Bevorzugen Sie
Mehrwegflaschen statt Getränkekartons.
Verwenden Sie
beim Kaffee- oder Tee-Kochen keine Papierfilter, sondern Dauerfilter
aus Metall oder Baumwolle.
Benutzen Sie statt
Papier-Taschentüchern und waschbare Stoff-Taschentücher
aus Baumwolle.
Eltern von kleinen
Kindern können statt Wegwerfwindeln mehrfach verwendbare Stoffwindeln
nehmen.
Bringen Sie Ihr
Altpapier als Rohstoff fürs Recycling immer zu entsprechenden
Wertstoffttonne.
Diese und weitere Ideen zum Papier-Sparen finden Sie auch in unserem
Flugblatt "Pfiffige
Ideen zum Einsparen von Papier" (PDF-Datei, 117 kB).
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| Download |
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Unser Infoblatt "Recyclingpapier
statt Urwaldzerstörung" (PDF-Datei, 436 kB) erläutert,
wie unser Papierverbrauch zum Raubbau an Urwäldern beiträgt. |
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Das Infoblatt "Gute
Gründe, Recyclingpapier zu benutzen" (PDF-Datei,
146 kB) fasst die ökologischen Vorteile von Recycling-Papier
zusammen. |
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Unser Flugblatt "Woran
erkennt man umweltfreundliches Papier?" (PDF-Datei,
117 kB) erklärt, wie man (ur-)waldfreundliche Papiere erkennt. |
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Das Flugblatt "Recycling-Papier
für Kopierer, Drucker, Faxe..." (PDF-Datei, 87
kB) räumt Vorurteile gegenüber Recycling-Kopier-und
Druckpapiere aus. |
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Das Flugblatt "Schulhefte,
Schreibwaren und Büromaterial" (PDF-Datei, 73
kB) gibt Tipps rund um Recycling-Papiere für Schule und
Büro. |
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Das Flugblatt "Recycling-Hygienepapiere"
(PDF-Datei, 83 kB) geht auf einige Vorurteile gegenüber
Recycling-Hygiene-Papiere ein. |
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Unser Flugblatt "Pfiffige
Ideen zum Einsparen von Papier" (PDF-Datei, 117 kB)
gibt Anregungen, was man beim Papier-Sparen noch alles tun kann. |
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| Links |
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Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
14.10.2009
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