| Jeder Deutsche verbraucht 230 Kilogramm Papier im
Jahr, für die Papierherstellung werden ganze Wälder abgeholzt.
Bürgermeisterin Susanne Eisenmann eröffnete gestern die
Aktion "Recyclingpapier an Schulen" im Rathaus Stuttgart,
mit der die Umwelt entlastet werden soll.
Mit dem Musical "Papier, Papa und Tralala" des Rotznasentheaters
startete das Projekt des Umweltamtes Stuttgart, das gemeinsam mit
Greenpeace ins Leben gerufen wurde. Den Schülern soll dabei
ein Bewusstsein für Papier vermittelt werden. Das ist auch
dringend nötig, denn weltweit werden mehr als 300 Millionen
Tonnen Papier jährlich verbraucht. Als Kopierpapier gestapelt,
würde das einen Turm ergeben, der achtmal zum Mond und zurück
reichen würde.
In einem Papier-Parcours lernen die Kinder, was man alles mit Papier
machen kann und dass es nicht nur zum Wegschmeißen da ist.
"Das wäre ja auch Weltverschmutzung", meint ein Viertklässler
der deutsch-französischen Grundschule. "Ich finde es toll,
wie ihr euch schon mit dem Thema befasst habt", lobt denn auch
Bürgermeisterin Susanne Eisenmann die jungen Gäste.
Besonders wichtig sei das Blaue-Engel-Zeichen auf den Heften, erklärt
Martina Dausch von Greenpeace Stuttgart. Damit könne man sicher
sein, dass 100 Prozent Altpapier verwendet wurden und das Papier
nicht mit Chlor gebleicht ist.
Zu der Aktion werden die Ausstellungen "Papier – ein
globales Produkt" und "Papier aus Sumatra – Totalschaden
für den Regenwald" gezeigt, die bis zum 19. November im
Foyer des Rathauses zu sehen sein werden. Dort findet die nächste
Woche der Parcours für Schulklassen statt.
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