Urwaldschutz ist Klimaschutz - auch in Ludwigsburg

Hintergrund

Im Mai 2008 findet in Bonn die nächste Konferenz der Vereinten Nationen zur Konvention für Biologische Vielfalt (CBD) statt. Bundeskanzlerin Angela Merkel soll sich dort als Gastgeberin für einen besseren internationalen Schutz der letzten Urwälder der Erde einsetzen.
Diese Urwälder beherbergen mit rund 70 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten eine große Artenvielfalt. Außerdem stabilisieren die Urwälder das Weltklima, weil sie riesige Mengen an Sauerstoff erzeugen und an Kohlendioxid (CO2) binden. Werden diese Wälder zerstört, sterben nicht nur zahllose Tier- und Pflanzenarten aus, sondern es wird auch CO2 in gewaltigem Ausmaß freigesetzt und der Klimawandel weiter angeheizt.

Info-Stand

Greenpeace fordert deshalb Bundeskanzlerin Merkel auf, sich für ein europäisches Urwaldschutz-Gesetz einzusetzen, um den Besitz und Handel von illegal geschlagenem Urwaldholz zu verbieten. Am 05.04.2008 haben wir am Stadtkirchenplatz in Ludwigsburg Unterschriften für ein solches Gesetz gesammelt. Einige Aktivisten schlüpften, wie bei einem ersten Stand am 29.03.2008 in Stuttgart, in Kostüme der Urwald-Tiere Andenhirsch, Bär und Wolf.

Lesen Sie hierzu auch unser Infoblatt "Urwaldschutz ist Klimaschutz" (PDF-Datei, 202 kB).


© Bäuerle



© Bäuerle

Trotz Dauerregen waren viele Passanten gern bereit, unter dem Motto "Schütze den Urwald, dann schützt er Dich!" die Forderung von Greenpeace nach einem Urwaldschutz-Gesetz zu unterstützen.

Außerdem verteilten wir den neuen Verbraucherführer "Holz & Wald" von Greenpeace (siehe auch Download unten). Darin kann man nachlesen, welche Holzsorten aus ökologischer Sicht empfehlenswert sind.


© Bäuerle
Helfen Sie mit!

Jedes Jahr wird eine Urwaldfläche von bis zu 150.000 Quadratkilometern zerstört - das ist etwa die vierfache Größe von Baden-Württemberg! Dadurch sterben nicht nur zahllose Tier- und Pflanzenarten aus, sondern es wird auch CO2 in gewaltigem Ausmaß freigesetzt und der Klimawandel weiter angeheizt. Ein Fünftel der weltweit freigesetzten Treibhausgase entsteht durch die Zerstörung der Urwälder.

Helfen Sie mit bei unserer Unterschriften-Sammlung unter dem Motto "Urwaldschutz ist Klimaschutz"! Sie können auch selbst Unterschriften für Bundeskanzlerin Merkel sammeln! Alle notwendigen Angaben finden Sie auf unserer Unterschriftenliste (PDF-Datei, 356 kB).


© Greenpeace


Greenpeace fordert:
Die Bundesregierung soll sofort zwei Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich für den Urwaldschutz bereit stellen!
Außerdem soll sie sich dafür einsetzen, dass es noch 2008 ein europäisches Gesetz gegen den Besitz und Handel von illegal geschlagenem Urwaldholz gibt.
Darüber hinaus soll die Regierung ein Verbot von Agrosprit erlassen, zu dessen Herstellung Urwälder vernichtet werden.

Ergebnis
Trotz Dauerregen konnten wir bei unserem Info-Stand am 05.04.2008 in Ludwigsburg fast 380 Unterschriften für ein europäisches Urwaldschutz-Gesetz sammeln und zahlreiche Greenpeace-Verbraucherführer "Holz & Wald" verteilen.
Bereits am 29.03.2008 hatten wir bei einem ersten Info-Stand in Stuttgart knapp 550 Unterschriften gesammelt.
Download
Das Infoblatt "Urwaldschutz ist Klimaschutz" (PDF-Datei, 202 kB) beschreibt, welche Rolle die Urwälder für das regionale und globale Klima haben.
Im Infoblatt "Fragen und Antworten: Tropenhölzer und Klimaschutz" (PDF-Datei, 65 kB) wird der Zusammenhang zwischen Holzverbrauch und Urwaldzerstörung.
In unserem Verbraucherführer "Holz & Wald" (PDF-Datei, 332 kB) erfahren Sie, welche Holzsorten Sie aus ökologischer Sicht kaufen können - und bei welchen Sie im Geschäft kritisch nachfragen sollten.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 16.04.2008