Urwaldschutz ist Klimaschutz

Hintergrund

Jedes Jahr wird weltweit eine Urwaldfläche von bis zu 150.000 Quadratkilometern zerstört - das ist etwa die vierfache Größe von Baden-Württemberg! Die letzten Urwälder der Erde beherbergen mit rund 70 Prozent aller Tier- und Pflanzenarten eine große Artenvielfalt. Außerdem stabilisieren die Urwälder das Weltklima, weil sie riesige Mengen an Sauerstoff erzeugen und an Kohlendioxid (CO2) binden. Werden diese Wälder zerstört, sterben nicht nur zahllose Tier- und Pflanzenarten aus, sondern es wird auch CO2 in gewaltigem Ausmaß freigesetzt und der Klimawandel weiter angeheizt.
Im Mai findet in Bonn die nächste Konferenz der Vereinten Nationen zur Konvention für Biologische Vielfalt (CBD) statt. Bundeskanzlerin Angela Merkel soll sich dort als Gastgeberin für einen besseren internationalen Schutz der Urwälder einsetzen. So fordert Greenpeace, durch ein europäisches Urwaldschutz-Gesetz den Besitz und Handel von illegal geschlagenem Urwaldholz zu verbieten.

Unterschriften-Sammlung

Greenpeace hat deshalb unter dem Motto "Urwaldschutz ist Klimaschutz" eine Unterschriften-Sammlung gestartet, um die Bundesregierung zu einem stärkeren Urwaldschutz zu bewegen. Am 29.03.2008 haben wir in der Stuttgarter Königstraße Unterschriften für ein europäisches Urwaldschutz-Gesetz gesammelt. Unterstützt wurden wir durch die Urwald-Tiere Andenhirsch, Bär und Wolf.

Lesen Sie hierzu auch unser Infoblatt "Urwaldschutz ist Klimaschutz" (PDF-Datei, 202 kB) und unsere Presseerklärung.


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© Greenpeace

Viele Passanten waren gern bereit, unter dem Motto "Schütze den Urwald, dann schützt er Dich!" die Forderung von Greenpeace nach einem Urwaldschutz-Gesetz zu unterstützen.

Helfen Sie mit, die letzten Urwälder der Erde zu retten! Sie können selbst Unterschriften für Bundeskanzlerin Merkel sammeln! Alle nötigen Angaben finden Sie auf unserer Unterschriftenliste (PDF-Datei, 356 kB).


Andenhirsch, Bär und Wolf
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Verbraucherführer "Holz & Wald"

Weitere Informationen zum Urwaldschutz finden Sie im neuen Verbraucherführer "Holz & Wald" von Greenpeace (siehe auch Download unten). Darin erfahren Sie, welche Holzsorten Sie aus ökologischer Sicht kaufen können - und bei welchen Sie lieber kritisch sein sollten.

Tropenholz sollten Sie nur kaufen, wenn es das Siegel des Forest Stewardship Council (FSC) trägt. Das FSC-Siegel ist das einzige weltweit anerkannte Zeichen für nachhaltige Forstwirtschaft.


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Greenpeace fordert:
Die Bundesregierung soll sofort zwei Milliarden Euro pro Jahr zusätzlich für den Urwaldschutz bereit stellen!
Außerdem soll sie sich dafür einsetzen, dass es noch 2008 ein europäisches Gesetz gegen den Besitz und Handel von illegal geschlagenem Urwaldholz gibt.
Darüber hinaus soll die Regierung ein Verbot von Agrosprit erlassen, zu dessen Herstellung Urwälder vernichtet werden.


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Ergebnis
Wir konnten bei unserem Info-Stand am 29.03.2008 knapp 550 Unterschriften für ein europäisches Urwaldschutz-Gesetz sammeln und rund 200 Greenpeace-Verbraucherführer "Holz & Wald" verteilen. Der Fernsehsender Regio-TV und der Hörfunksender 107,7 berichteten über unsere Aktion.
Bei einem zweiten Info-Stand am 05.04.2008 in Ludwigsburg haben wir weitere 380 Unterschriften gesammelt.
Download
Das Infoblatt "Urwaldschutz ist Klimaschutz" (PDF-Datei, 202 kB) beschreibt, welche Rolle die Urwälder für das regionale und globale Klima haben.
Im Infoblatt "Fragen und Antworten: Tropenhölzer und Klimaschutz" (PDF-Datei, 65 kB) wird der Zusammenhang zwischen Holzverbrauch und Urwaldzerstörung.
In unserem Verbraucherführer "Holz & Wald" (PDF-Datei, 332 kB) erfahren Sie, welche Holzsorten Sie aus ökologischer Sicht kaufen können - und bei welchen Sie im Geschäft kritisch nachfragen sollten.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 16.04.2008