Wie unsere Schuhe Amazonien und das Klima kaputt treten

Hintergrund

Die Rinderzucht ist der größte Regenwaldvernichter in Amazonien. Gut 80 Prozent der ehemaligen Urwaldflächen sind heute Rinderweiden. Neben dem Rindfleisch, das zum größten Teil auf dem einheimischen brasilianischen Markt landet, werden große Mengen Leder für die Schuhindustrie produziert.
Brasilien ist mit China der weltweit größte Lederexporteur. Die Produktionsstätten von Schuhfirmen wie zum Beispiel Adidas, Nike oder Timberland beziehen ihr Leder auch aus Brasilien. Damit sind diese Firmen und auch der Verbraucher, der Schuhe dieser Firmen trägt, an der Urwaldvernichtung am Amazonas beteiligt.
Ein intaktes Amazonien ist wichtig für die Stabilität des weltweiten Klimas. Verschwindet dort der Urwald, geht nicht nur das artenreichste Gebiet der Erde verloren, sondern auch ein riesiger Kohlenstoffspeicher und 20 Prozent des Süßwasservorkommens auf der Erde.

Info-Stand

Am 6. Juni 2009 machten wir in der Königstraße in Stuttgart auf die Vernichtung des Amazonas Regenwaldes durch die unkontrollierte Ausbreitung der Rinderzucht in Brasilien aufmerksam. Vielen Passanten war die Rolle der Lederindustrie noch nicht bewusst und nahmen die Informationen interessiert auf. Lesen Sie dazu auch die Presseerklärung von Greenpeace Deutschland. Unsere exemplarisch ausgestellten Schuhe trugen einen Wimpel mit der Internetadresse www.greenaction.de. Diese neue Community-Webseite wurde von Greenpeace Deutschland initiiert und Anfang Juni 2009 online geschaltet. Sie können sich dort aktiv an online-Kampagnen beteiligen.


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Wir sammelten Unterschriften für einen Appell an Bundeskanzlerin Merkel, sich auf dem Klimagipfel der Vereinten Nationen für Urwaldschutz und Klimaschutz einzusetzen. Konkret fordert Greenpeace von der Politik, die Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Industrieländer bis 2020 mindestens 40 Prozenz weniger Treibhausgase ausstoßen. Dazu gehört auch ein Finanzierungsmechanismus zum Schutz der Urwälder. Der UN-Klimagipfel findet im Dezember in Kopenhagen statt. Werden auch Sie aktiv! Bis Ende September können auch Sie noch Unterschriften für Bundeskanzlerin Merkel sammeln. Alle notwendigen Angaben finden Sie auf unserer Unterschriftenliste Klimagipfel Kopenhagen (PDF-Datei, 324 kB). Für die Rettung des Klimas zählt jede Unterschrift! Der Countdown läuft.


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Download
In unserem Infoblatt "Naturparadies oder Rinderweide" (PDF-Datei, 424 kB) beschreiben wir den Zusammenhang zwischen Rinderzucht in Brasilien und Lederhandel bzw. Fleischkonsum.
Vordruck Unterschriftenliste "Klimagipfel Kopenhagen (PDF-Datei, 324 kB)" (PDF-Datei, 424 kB).
Presseerklärung "Rinderzucht bedroht den Amazonas-Regenwald" von Greenpeace Deutschland.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 05.07.2009