Info-Stand zu Palmöl in der "Wilhelma"
| Hintergrund |
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Palmöl stammt häufig aus Indonesien und Malaysia
in Südostasien, wo riesige Urwaldflächen gerodet und
kohlenstoffreiche Torfmoore trocken gelegt werden, um dort Palmöl-Plantagen
anzulegen. Bei der Zerstörung der Urwälder und Torfmoore
werden gigantische Mengen Kohlendioxid (CO2) freigesetzt und der
Klimawandel zusätzlich angeheizt. Mit dem Verschwinden der Urwälder verschwinden auch zahlreiche Tier- und Pflanzenarten.
So steht zum Beispiel der in Südostasien beheimatete Menschenaffe Orang-Utan auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohten Arten.
Abgesehen davon werden in der vorherrschenden Praxis des Palmölanbaus die Rechte der lokalen Bevölkerung kaum beachtet. Unmenschliche
Arbeitsbedingungen sind an der Tagesordnung.
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| Info-Stand in der "Menschenaffen-Woche" |
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| Agrosprit und Moratorium auf Torfwälder |
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Neben Lebensmitteln und Kosmetika wird Palmöl zunehmend als Energiepflanze genutzt und landet
als sogenannter "Biosprit" in unseren Dieseltanks. Viele Standbesucher wussten bereits, dass der heutige Biosprit nicht nachhaltig produziert wird und besser Agrosprit genannt werden sollte. Die derzeit bestehenden Zertifizierungssysteme haben die Vernichtung der indonesischen Torfurwälder nicht bremsen können.
Die indonesische Regierung hat Ende Mai 2011 ein Verbot der Rodung bisher unberührter Urwälder erlassen.
Dieses Moratorium wird aber weder den Orang-Utan noch das Klima retten, denn die betroffenen Gebiete waren bereits gesetzlich geschützt. Und sie liegen in schwer zugänglichen Regionen, die derzeit noch nicht akut vom Einschlag bedroht sind. Hinzu kommt, dass Indonesien aufgrund knapper Finanzen und verbreiteter Korruption das Moratorium kaum überwachen oder durchsetzen kann. |
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© Schulz
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| Download und Link |
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In unserem Infoblatt "Gier
nach Palmöl" (PDF-Datei, 417 kB) können Sie
nachlesen, welchen Schaden Palmöl-Plantagen in den Urwaldgebieten
Südostasiens anrichten. |
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Das Infoblatt "Urwaldschutz
ist Klimaschutz" (PDF-Datei, 202 kB) beschreibt, welche
Rolle die Urwälder für das regionale und globale Klima
haben. |
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Auf der Homepage des Zoologisch-Botanischen
Garten "Wilhelma" unter "Aktuelles und Presse" können Sie sich unter anderem
über die Artenschutzkampagne der Wilhelma informieren. |
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Greenpeace Stuttgart - letzte Änderung:
23.06.2011
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