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Der Amazonas ist das letzte große Rückzugsgebiet des
Jaguars, der in den Urwäldern Süd- und Mittelamerikas
lebt. Die gefährdete Raubkatze, die Reviere einer Größe
von bis zu 40 Quadratkilometer benötigt, wird in der Liste
der bedrohten Tiere des Washingtoner Artenschutzabkommens aufgeführt.
Die unwiederbringliche Zerstörung der Wälder ist die massivste
Bedrohung des Jaguars.
In der Sprache der Tupi-Indianer des Amazonas bedeutet Jaguara
"das Tier, das seine Beute im Sprung tötet". Tatsächlich
ist die bevorzugte Jagdmethode des Jaguars, unbeweglich auf einem
hohen Ast zu warten und einem vorbeikommenden Tier lautlos auf den
Rücken zu springen. Bei einem Gewicht von über hundert
Kilogramm ist diese Methode äußerst effektiv: Zu den
Beutetieren gehören große Pflanzenfresser wie Wasserschweine,
Tapire und Hirsche, in schlechten Zeiten nehmen die Jaguare aber
auch mit schmaler Kost wie Vögeln und Fröschen vorlieb.
Jaguarmännchen sind Einzelgänger, nur in der Paarungszeit
verbringen sie einige Wochen mit ihren Partnerinnen und machen durch
mächtiges Gebrüll auf sich aufmerksam. Die anfangs hilflosen
Jungen bringt das Weibchen versteckt in einer Baum- oder Erdhöhle
zur Welt. Nach sechs Wochen nimmt der Nachwuchs an ersten Jagdausflügen
teil und bleibt die nächsten zwei Jahre bei der Mutter. Erst
mit drei bis vier Jahren sind Jaguare ausgewachsen und geschlechtsreif.
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