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Presseerklärung vom 17. November 2001 Die Fantastischen Sieben zu Gast in StuttgartGreenpeace-Gruppe Stuttgart wirbt für Erhalt der sieben wichtigsten UrwälderStuttgart, 17.11.2001 - Greenpeace-Aktivisten werden am Samstag, 17.11.2001, in der Stuttgarter Fußgängerzone für den Erhalt der letzten Urwälder der Welt werben. Dabei stellen sie sieben Urwaldtiere stellvertretend für die sieben bedeutendsten Urwaldregionen dar: Wolf (Nordamerika), Jaguar (Amazonas-Region), Tiger (Sibirien), Südandenhirsch (Chile), Orang-Utan (Südostasien), Braunbär (Nordeuropa) und Waldelefant (Zentralafrika). Ein Banner mit der Aufschrift "Rettet die letzten Urwälder" weist auf die Infoaktion hin. Passanten können von Bundeskanzler Schröder eine urwaldfreundliche Politik fordern. Die Infoaktion findet statt auf der Königstraße/Ecke Bolzstraße, 10-16 Uhr. "Alle zwei Sekunden wird weltweit Urwald von der Größe eines Fußballfeldes abgeholzt. Die sieben Urwaldtiere werden daher aussterben und mit ihnen 70% aller Tier- und Pflanzenarten, wenn weiterhin Urwaldholz in Brücken, Bänke und Möbel zersägt wird. Die Politiker müssen endlich dafür sorgen, dass kein Urwaldholz mehr nach Deutschland kommt", sagt Stefanie Flierl, Urwald-Expertin der Greenpeace-Gruppe Stuttgart. "Passanten können daher eine Aufforderung an Bundeskanzler Schröder unterschreiben, bei öffentlichen Gebäuden und Einrichtungen generell auf Urwaldholz zu verzichten. Außerdem muss sich der Kanzler bei den nächsten internationalen Konferenzen für den Urwaldschutz stark machen." Weltweit sind die "Fantastischen Sieben", die sieben letzten noch existierenden großen Urwaldregionen, akut von Abholzung bedroht. Deutschland importiert jährlich Holz im Wert von zwei Milliarden Mark aus diesen Urwäldern. Beispiel Orang-Utan: In den letzten zehn Jahren halbierte sich die Anzahl dieser Menschenaffen auf nur noch 20.000. Wenn die Urwaldvernichtung so voran schreitet, ist der Orang-Utan in etwa zehn Jahren ausgestorben. Um die letzten Urwälder und ihre Vielfalt an Tieren und Pflanzen zu erhalten, ist jedoch die Hilfe der Politik notwendig. Die Regierungen der Welt müssen endlich effektive Maßnahmen zum Schutz der Urwälder in die Wege leiten. Zuerst müssen die Motorsägen in den "Fantastischen Sieben" angehalten werden. Es müssen Schutzzonen in den letzten großen Urwaldgebieten geschaffen werden, die übrigen Gebiete müssen nach den Kriterien des weltweit anerkannten Forest Stewardship Council (FSC) bewirtschaftet werden: FSC-zertifiziertes Holz stammt nicht aus Urwaldvernichtung und es wird ökologisch und sozial verträglich erwirtschaftet. Auf dem Urwaldgipfel des Übereinkommens für die biologische Vielfalt (COP6-CBD) im April 2002 in Den Haag soll von den Staats- und Regierungschefs ein zehnjähriger Aktionsplan zum Schutz der Urwälder erarbeitet werden. Die Ergebnisse dieses Treffens werden über das Schicksal der verbliebenen Urwälder und über das Überleben Zehntausender Tier- und Pflanzenarten entscheiden. Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 16.11.2001 |