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Böblinger Bote vom 25. April 2003 (Kommentar) Greenpeace-Protest: Auf Wirkung bedachtEindrucksvolle Bilder verbinden wir mit den Aktivitäten von Greenpeace: Unerschrockene Männer und Frauen werfen sich wage- und todesmutig Walfangschiffen in den Weg. An Schornsteinen seilen sich Aktivisten ab. Ketten sich an Gebäude. Stets gilt ihr wirkungsvoller Protest dem Schutz der Umwelt. Und was Protestschreiben und Petitionen, politischer Lobbyismus und pragmatisches Handeln nicht schaffen, gelingt dem mediengerechten Auftritt mitunter viel eher. Wenn sich die Aktivisten vor einem Weltkonzern aufbauen, ist die Medienpräsenz zudem mit hoher Wahrscheinlichkeit gesichert. Wie gravierend die Umweltverstöße auch sein mögen, der Effekt steht im Vordergrund. Wer diese Mechanismen kennt und benennt, versteht auch eher die Aktion gestern in Böblingen einzuordnen. Wie hoch der Anteil des Holzes aus dem Urwald an dem von HP verwandten Papier ist, vermochte Greenpeace nicht zu sagen. Nur dass es verwandt wird. Dass mit HP zudem eine Firma an den Pranger gestellt wird, die bisher von sich aus durchaus Sensibilität in Umweltdingen bewiesen hat, verdeutlicht ebenso den angestrebten Effekt. An der Firma bleibt trotzdem was hängen. Denn wer wird schon darüber berichten, dass HP bei der Verpackung seiner Drucker etwas geändert hat und nun kein Papier aus Urwäldern mehr verwendet? (ok) Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 25.04.2003 |