Hewlett Packard: Sag "Nein" zur Urwaldzerstörung

Hintergrund

Finnlands Forstwirtschaft bezeichnet sich gerne als die fortschrittlichste Europas. Hier werde nachhaltig gewirtschaftet, heißt es in den Publikationen der finnischen Papierund Forstindustrie. Doch in Wahrheit werden auch die letzten Reste des finnischen Urwalds für Zeitschriften, Broschüren und Verpackungsmaterialien geopfert. Vor allem die drei finnischen Papiergiganten Stora Enso, UPM-Kymmene und M-Real verarbeiten den Urwald zu Papier und Zellstoff. Deutschland ist ihr wichtigster Kunde.

Im Infoblatt "Papierproduktion treibt Urwaldzerstörung Finnlands an" (PDF-Datei, 74 kB) können Sie den Zusammenhang zwischen Urwaldzerstörung in Finnland und Papierprodukten auf dem deutschen Markt auf drei Seiten genauer nachlesen.

Protest-Aktion mit Baumkostümen

Wir haben am 24.04.2003 vor der Konzernzentrale des Druckerherstellers Hewlett-Packard (HP) in Böblingen protestiert.

Der Firmensprecher hat sich unser Anliegen angehört und versprochen, dass HP den Greenpeace-Vorwurf prüfen werde.

 
© von Herrmann
  Greenpeace und HP-Pressesprecher
© von Herrmann

Unser Anlass war, dass die Druckerkartons von HP auf der Oberschicht Papier aus den letzten Urwäldern Finnlands enthalten.

In Finnland existieren nur noch etwa fünf Prozent der ursprünglichen Urwälder, der Rest ist durch den Mensch gerodet oder in ökologisch bedeutungslose Wirtschaftswälder umgewandelt.

Von den verbliebenen 10.000 km² Urwald stehen in Finnland aber nur 5.000 km² unter Schutz, die andere Hälfte wird weiterhin gedankenlos vom finnischen Holzkonzern abgeholzt. Die Papier-Firmen M-real, Stora Enso und UPM-Kymmene verarbeiten die Urwaldriesen zu Papier für Wegwerfprodukte in Deutschland.

  Banner und Baumkostüm
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Baumkostüm
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Die Baumkostüme waren für die Medien ein schönes Bildmotiv. Sie symbolisierten die uralten Bäume der letzten finnischen Urwälder.

Diese Bäume haben sich von Finnland aus auf den Weg nach Böblingen gemacht, um bei HP gegen die Verwendung ihrer "Artgenossen" in Papierform für HP-Druckerkartons zu protestieren.

  Medienrummel
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Ergebnis
Die Medien berichteten ausführlich: B.TV (RealVideo, 0:32 Minuten, 4,25 kB/s) (56k-Modem), B.TV (RealVideo, 0:32 Minuten, 28,1 kB/s) (DSL-Verbindung), Stuttgarter Zeitung, Stuttgarter Nachrichten, Sindelfinger Zeitung und Böblinger Bote (Artikel und Kommentar).


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 25.04.2003