Nikolaus tadelt den finnischen Konsul
| Im Norden und Westen Finnlands gibt es noch Urwaldgebiete, die
eine Größe von rund 500.000 Hektar haben und in Europa
einzigartig sind. Obwohl sich die finnische Regierung in der UN-Konvention
über biologische Vielfalt (CBD) zum Schutz der Urwälder
verpflicht hat, geht der Holz-Raubbau weiter. Diese Wälder
sind für das Volk der Sami und den Nikolaus wichtig, weil deren
Rentiere im Winter nur dort genügend Futter finden. Wenn diese
Winterweide der Rentiere abgeholzt wird, verlieren die Sami ihre
Lebensgrundlage und der Nikolaus kann keine Geschenke mehr ausliefern.
|
 |
 
© Huber
|
 |
| Unterschriften-Sammlung |
 |
| Unterschriften-Übergabe |
| Der Nikolaus tadelte die vom Konsul vertretene finnische Regierung,
weil ausgerechnet der staatseigene Forstbetrieb Metsähallitus
für den Raubbau an den Urwäldern im Norden und Westen
des Landes verantwortlich ist. Dabei hatte sich die Regierung schon
1994 in einer UN-Konvention zum Schutz der letzten Urwälder
in Finnland verpflicht. Dort leben mehr als 560 seltene Tier- und
Pflanzenarten, die auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohter
Arten stehen.
|
 |
 
© Huber
|
| Die Unterschriften und den Protest-Brief nahm eine Mitarbeiterin
des finnischen Honorarkonsulats entgegen, weil der Konsul selbst
verreist war. Der Nikolaus bat sie, beides an die Regierung in Helsinki
weiterzuleiten.
Lesen Sie auch unsere Presseerklärung
"Nikolaus tadelt den finnischen Konsul!".
|
 |
 
© Huber
|
 |
| Ergebnis |
| Die Mitarbeiterin des finnischen Konsulats versprach,
dass die Unterschriften und der Protest-Brief weitergeleitet werden.
Greenpeace wird auch bei der siebten Vertragsstaaten-Konferenz über
Biologische Vielfalt im Frühjahr 2004 darauf pochen, dass Finnland
endlich die CBD-Konvention einhält und konkrete Maßnahmen
zum Schutz der letzten Urwälder ergreift. |
 |
| Download |
 |
Die englisch-sprachige Greenpeace-Studie Policies
of Destruction (PDF-Datei, 745 kB) untersucht, ob die UN-Konvention
über Biologische Vielfalt (CBD) zum Schutz von Wald-Öko-Systemen
in Finnland richtig umgesetzt wird. Das Ergebnis ist, dass noch
viel für den Schutz der finnischen Urwälder getan
werden muss. |
 |
In unserem Greenpeace-Holzführer
(PDF-Datei, 261 kB) erfahren Sie, auf was Sie aus ökologischer
Sicht beim Kauf von Holzprodukten (wie Möbeln) achten sollten.
Nicht alle im Handel erhältlichen Holzarten sind empfehlenswert,
denn viele stammen aus Raubbau an den letzten Urwäldern. |
|

Webmaster,
Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung:
08.02.2004
|