Nikolaus tadelt den finnischen Konsul

Hintergrund

Im Norden und Westen Finnlands gibt es noch Urwaldgebiete, die eine Größe von rund 500.000 Hektar haben und in Europa einzigartig sind. Obwohl sich die finnische Regierung in der UN-Konvention über biologische Vielfalt (CBD) zum Schutz der Urwälder verpflicht hat, geht der Holz-Raubbau weiter. Diese Wälder sind für das Volk der Sami und den Nikolaus wichtig, weil deren Rentiere im Winter nur dort genügend Futter finden. Wenn diese Winterweide der Rentiere abgeholzt wird, verlieren die Sami ihre Lebensgrundlage und der Nikolaus kann keine Geschenke mehr ausliefern.


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Unterschriften-Sammlung

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Am 06.12.2003 haben wir gemeinsam mit dem Nikolaus Unterschriften zum Schutz dieser Urwälder gesammelt. mehr...
Die rund 350 Unterschriften und einen Protest-Brief hat der Nikolaus jetzt persönlich im finnischen Konsulat in Stuttgart übergeben.

Lesen Sie auch unser Flugblatt "Helft dem Nikolaus: Rettet den finnischen Urwald!" (PDF-Datei, 98 kB)


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Unterschriften-Übergabe

Der Nikolaus tadelte die vom Konsul vertretene finnische Regierung, weil ausgerechnet der staatseigene Forstbetrieb Metsähallitus für den Raubbau an den Urwäldern im Norden und Westen des Landes verantwortlich ist. Dabei hatte sich die Regierung schon 1994 in einer UN-Konvention zum Schutz der letzten Urwälder in Finnland verpflicht. Dort leben mehr als 560 seltene Tier- und Pflanzenarten, die auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohter Arten stehen.


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Die Unterschriften und den Protest-Brief nahm eine Mitarbeiterin des finnischen Honorarkonsulats entgegen, weil der Konsul selbst verreist war. Der Nikolaus bat sie, beides an die Regierung in Helsinki weiterzuleiten.

Lesen Sie auch unsere Presseerklärung "Nikolaus tadelt den finnischen Konsul!".


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Ergebnis
Die Mitarbeiterin des finnischen Konsulats versprach, dass die Unterschriften und der Protest-Brief weitergeleitet werden. Greenpeace wird auch bei der siebten Vertragsstaaten-Konferenz über Biologische Vielfalt im Frühjahr 2004 darauf pochen, dass Finnland endlich die CBD-Konvention einhält und konkrete Maßnahmen zum Schutz der letzten Urwälder ergreift.
Download
Die englisch-sprachige Greenpeace-Studie Policies of Destruction (PDF-Datei, 745 kB) untersucht, ob die UN-Konvention über Biologische Vielfalt (CBD) zum Schutz von Wald-Öko-Systemen in Finnland richtig umgesetzt wird. Das Ergebnis ist, dass noch viel für den Schutz der finnischen Urwälder getan werden muss.
Mit unserer Checkliste "Machen Sie den Test: Bin ich urwaldfreundlich?" (PDF-Datei, 57 kB) können Sie selbst überprüfen, was Sie in Ihrem Haushalt noch tun sollten, um zum Schutz der letzten Urwälder beizutragen.
In unserem Greenpeace-Holzführer (PDF-Datei, 261 kB) erfahren Sie, auf was Sie aus ökologischer Sicht beim Kauf von Holzprodukten (wie Möbeln) achten sollten. Nicht alle im Handel erhältlichen Holzarten sind empfehlenswert, denn viele stammen aus Raubbau an den letzten Urwäldern.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 08.02.2004