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Presseerklärung vom 12. Dezember 2003 Nikolaus tadelt den finnischen KonsulGreenpeace übergibt Unterschriften-Listen für den Schutz des finnischen UrwaldsStuttgart, 12.12.2003 - Der Nikolaus hat am 6. Dezember mit Hilfe der Greenpeace-Gruppe Stuttgart Unterschriften zum Schutz des finnischen Urwaldes gesammelt. Am 12. Dezember um 10 Uhr übergibt er sie persönlich im finnischen Konsulat in der Torstraße 15 in Stuttgart-Mitte. Denn wenn die Winterweide seiner Rentiere abgeholzt wird, kann der Nikolaus keine Geschenke mehr ausliefern. Im Winter sind die Flechten an den Urwaldbäumen für die Rentiere die einzige Nahrungsquelle. Die Unterzeichner wenden sich an die finnische Regierung. "Wir fordern den sofortigen Stopp des Raubbaus an den letzten noch verbliebenen Urwäldern Finnlands", sagt Waldexperte Christoph Trautwein der Greenpeace-Gruppe Stuttgart. "Auf der kommenden Vertragsstaatenkonferenz für biologische Vielfalt muss die finnische Regierung verbindlich den Schutz dieser Gebiete erklären, als Beitrag für ein globales Netzwerk von Schutzgebieten." Seit Jahrzehnten verschwindet weltweit alle zwei Sekunden Urwald in der Größe eines Fußballfeldes. Auch die letzten Urwälder in Finnland werden kahlgeschlagen oder in artenarme Baumplantagen umgewandelt. Deutschland ist der wichtigste Absatzmarkt für das geschlagene Holz, wo es zum Beispiel als Kopierpapier und Zeitschriften in fast jeden Haushalt gelangt. Mit den zum Teil Jahrhunderte alten Bäumen bilden die finnischen Urwälder ein perfektes Ökosystem, das in Europa einzigartig ist. Es ist extrem wichtig für das Überleben selten gewordener Tier- und Pflanzenarten. In Finnland stehen durch die Vernichtung der Wälder bereits mehr als 560 Arten auf der Roten Liste der vom Aussterben bedrohter Arten. Die finnische Regierung hat sich schon 1994 durch die Ratifizierung der UN-Konvention über biologische Vielfalt zum Schutz dieser Urwälder verpflichtet. Aber ausgerechnet der staatseigene Forstbetrieb Metsähallitus ist verantwortlich für deren Vernichtung, wenn der Holzeinschlag weitergeht wie bisher. Der Erhalt der etwa 500.000 Hektar umfassenden finnischen Urwaldgebiete sind dem Nikolaus und dem nordeuropäischen Volk der Sami so wichtig, weil deren Rentiere im Winter nur dort genügend Futter finden. Wenn das Grasland im Schnee versinkt, sind Flechten an Bäumen ihre einzige Nahrungsquelle. Die Vernichtung der Lebensgrundlage der Sami durch Abholzung des Urwalds ist inzwischen sogar ein Fall für das UN-Komitee für Menschenrechte geworden.
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