Grundsätze von Greenpeace

Greenpeace bekennt sich zur Gewaltfreiheit. Krieg ist kein Mittel der Politik. Überparteilichkeit, finanzielle Unabhängigkeit, Internationalität (Globalität), Radikalität und unsere Orientierung auf direktes Handeln (Taten statt Warten) sind weitere tragende Elemente der Organisation.
Gewaltfreiheit meint vordringlich jegliche Vermeidung von körperlicher Gewalt gegenüber Menschen und Sachen. Überparteilichkeit versteht sich als politische Parteinahme für die außermenschliche Natur, ohne parteipolitisch Position zu beziehen - aber über alle politischen und sonstigen Grenzen hinweg. Unsere finanzielle Unabhängigkeit ist dadurch garantiert, dass Greenpeace keine Fördermittel von Regierungen oder Wirtschaftsunternehmen annimmt, sondern seine Arbeit ausschließlich durch die Spenden einzelner, umwelt-engagierter Menschen finanziert. Eine inhaltliche Bindung von Spenden an eine bestimmte Verwendung (etwa für die Walkampagne) ist Förderern nicht möglich. Die Internationalität war schon Gründungsbedingung der Organisation. Sie ergibt sich aus den globalen Zusammenhängen, die zwischen ökologischen Problemen bestehen.
Radikalität bedeutet, dass tiefgreifende und langfristige Veränderungen und Lösungen in der Greenpeace-Arbeit angestrebt werden. Sie steht nicht im Widerspruch zum notwendigen Realismus bei der Verfolgung kurzfristiger Zwischenziele: Um weitreichende Lösungen zu verwirklichen, müssen wir jetzt konkrete Möglichkeiten zum Handeln für die jeweiligen Adressaten in Politik und Wirtschaft aufzeigen. Greenpeace ist weltanschaulich tolerant. Die Organisation respektiert jede individuelle Motivation und Legitimation zur Bewahrung der Natur, solange sie nicht im Widerspruch zu ihren Grundprinzipien steht.


Webmaster, Greenpeace-Gruppe Stuttgart - letzte Änderung: 28.07.2003